Wir über uns

 

Wi spelen in'n Harvst 1966:

"Mine Tante - Tine Tante"

 

En lustig Spill in dree Törns

vun Erhard Asmus

Speelbaas: Otto Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 28. Oktobermaand 1966

Sünnavend, 29. Oktobermaand 1966

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Tante Mine:

Elfi Bergel

Tante Tine:

Hilma Wieck

Lorenz, Tante Mines Söhn:

Jürgen Holz

Antje, Tante Tines Dochter:

Bärbel Fischbeck

Fieken Munk, Grootdeern:

Annelie Warnke

Jehann Storm, Grootknecht:

Egbert Wieck

Rieke, Lüttdeern:

Brigitta Haye

Paul Grassmeier, Hannelsmann:     

Erich Hübner

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Otto Schröder

Toseggersch:

Gertrud Felst

Bühnenbau:

Alfred Bergel

Prüük un Visaasch:    

Walter Brock

 

Lütt beten wat to dat Stück

Großknecht Jehann und Großmagd Fieken sind zwei besonders fidele Figuren auf dem Lindenhof. Der ist gemeinsamer Besitz der beiden Tanten Mine und Tine. Turbulent und gefühlvoll wird es auf dem Hof, als sich der Sohn der einen Tante in die Tochter der anderen verliebt. Das darf natürlich nicht sein, denn die beiden sind ja miteinander verwandt - so meint man wenigstens. Außerdem soll Tochter Antje sowieso einen schwerreichen Freier haben. Dann verliebt sich auch noch das Kleinmädchen Rieke in den Sohn von Tante Miene. Ungetrübtes Glück herrscht aber zum guten Ende auf dem Lindenhof, als die Tochter der Tante Tine erfährt, dass sie nur deren Adoptivkind ist.

 

Vertellsel un Dööntjes

Egbert Wieck (damals 1. Vorsitzender) musste in einem großen Schrank verschwinden, um sich vor dem eintretenden Polizisten zu verstecken. Bei diesem Auftritt musste Egbert mit dicken Wollsocken spielen. Wie es der Zufall will (oder war es kein Zufall??), lag eine Heftzwecke im Schrank und bohrte sich schmerzhaft durch die dicke Wollsocke in Egberts Fuß. Da der Schrank zu eng war, konnte er sich natürlich nicht von dem Stachel befreien. Er musste den Auftritt mit dem entsprechenden Schmerz überstehen. Was da der Bühnenbau zu hören bekam!

Als kurz darauf eine Vereinszeitung ins Leben gerufen wurde, bekam sie den Namen "De Rietnogel". Dazu muss man wissen, dass es damals sehr heftige Diskussionen um die sogenannte "Meinungsfreiheit" im Verein gab. Es ging auch um die Kritikfähigkeit des Vorstandes. Damit wurde ein bisschen Schadenfreude an den 1. Vorsitzenden weitergegeben. (Herbert Lettermann)

 

Presse

Großer Erfolg in Rissen
"Mine Tante — Tine Tante" von Erhard Asmus spielte die Rissener Volksspielbühne, als Auftakt der neuen Spielzeit. Dieser handfeste Schwank ist schon oft gespielt worden. Asmus zieht alle erdenklichen Register der Situationskomik und weiß sein Publikum zum Lachen zu bringen. Das Für und Wider solcher Schwänke will ich hier nicht erörtern. Das ist eine Sache des Geschmacks, über den sich bekanntlich nicht streiten läßt. Aber so, wie die Rissener dieses Stück spielten, so gekonnt, präzise im Ablauf, auf farbenfroher Bühne, so war dieser Beginn wie ein Paukenschlag. Die vollbesetzte Aula der neuen Schule am Iserbarg war voller Lachen, und Szenenapplaus unterbrach immer wieder das Spiel. Für die Volksbühnenkunst ist solch ein Abend, der seinem Publikum Lachen und Frohsinn bringt, von großer propagandistischer Bedeutung. Egbert Wieck hat [...] die Rolle des Großknechts übernommen. Er hat [sie] großartig gemeistert. Seine Komik wirkte nie gewollt und die leichte Trunkenheit war sauber dosiert. Diese Rolle bietet sich direkt zur Übertreibung an, und gerade das hat er weislich vermieden, trotzdem er alle Register zog. Der Tante Mine gab Elfi Bergel recht mütterliche Züge und wirkte so echt in der Rolle als gegensätzliche Schwester von Tine, Hilma Wieck. Diese herrische, rechthaberische Schwester zu verkörpern, ist ihr gut gelungen, wenn man sie sich auch wohl noch etwas härter vorstellen könnte. In Antje, der Tochter, lernte ich eine reizende Bärbel Fischbeck kennen. Sie brachte alles mit auf die Bühne: Liebreiz und Können. Tante Mines Sohn Lorenz war mit Jürgen Holz gut besetzt und als Rieke, das Kleinmädchen, gab Brigitta Haye mit langen Zöpfen eine schrullige Figur. — Pieken, die Großmagd, leicht dümmlich und voller Eifersucht, wurde von Annelie Warnke treffend gezeichnet. Erich Hübner als Handelsvertreter Großmeier, kam als Heiratsschwindler und mit seiner Hose in schwere Not.
Walter Brock hatte dezent geschminkt und Alfred Bergel baute außer der hübschen Bühne noch einen Vorhang, der sogar funktionierte (die Bühne besitzt keinen). Nach der gelungenen Aufführung vereinte uns noch ein fröhlicher Umtrunk und alte Freundschaften wurden erneuert. So waren bei unserer letzten Aufführung sieben Rissener zu Besuch! Wer kommt zu uns aus der Stadt???
Ich meine, Rissen ist eine Reise wert!
(Verbandskritiker Bernhard Möller)
 

Ein vergnügter Abend
Am Wochenende zeigte die Schule Iserbarg wieder einmal, daß ihre Aula ein Mittelpunkt des Kulturlebens in Rissen geworden ist, wie alle es bei der Einweihung erhofften. Die Volksspielbühne Rissen brachte en lustig Spill von Erhard Asmus: „Mine Tante — Tine Tante".
Das derb-komische Spiel zeigte den Lindenhof. Tante Tine und Tante Mine haben ihn gemeinsam geerbt und sitzen nun als Witwen im gemeinsamen Haus und regieren. Die mollige, realistische Mine und die ehemalige Gemeindesekretärin Tine haben zwar beide den gleichen Dickkopf, sind aber sonst die größten Gegensätze. Mines Sohn und Tines Tochter müssen dafür sorgen, daß der Betrieb trotz der Redeschlachten der streitbaren Mütter laufen kann. Natürlich verlieben sich die beiden ineinander. Aber auch Tante Tine hat für ihr Herz den Vertreter Paul entdeckt, der alles tut, um sie um ihr Geld zu erleichtern.
Das komische Liebespaar ist durch den Großknecht Jehann, immer auf Schleichwegen nach „einem Schluck", und die Großmagd Pieken vertreten. Nach allen Verwicklungen, die immer wieder durch Situationskomik die Zuschauer zum Lachen brachten, löste sich alles zum Happy-End auf. Antje ist nur Tines Adoptivtochter und kann ihren Lorenz heiraten. Paul wird rechtzeitig entlarvt, und Fieken und Jehann werden ein Paar.
Die Spielleitung hatte [Otto Schröder], der alle komischen und burlesken Pointen klar herausstellte [...]. Auch die anderen Rollen waren mit Elfi Bergel, Hilma Wiek, Jürgen Holz, Bärbel Fischbeck, Annelie Warnke, Brigitta Haye und Erich Hübner gut besetzt, und jeder trug das Seine dazu bei, den lachenden und beifallklatschenden Zuhörern einen vergnügten Abend zu bereiten.

(Norddeutsche Nachrichten)

 

Szenen-Fotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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