Wir über uns

 

Wi spelen in'n Harvst 1969:

"Dat Dokterbook"

 

En lustig Spill in dree Törns

vun Jens Exler

Speelbaas: Otto Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Sünnavend, 01. Novembermaand 1969

Dingsdag, 04. Novembermaand 1969

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Asmus Timm, Buer un Kröger:

Egbert Wieck

Berta Timm, sien Fru:

Lisa Schröder

Frieda Timm, jüm ehr Dochter:

Bärbel Fischbeck

Liese Krummhusen, Butendeern:

Hilma Wieck

Julle Schäper, Daglöhner:

Heiner Tewes

Gerd Imhoff, Navers Söhn:

Wolfgang Prieß

Christof Julius Emmerich Grube Reisender:    

Rudi Schröder

Irma Bruhn, Friedas Fründin:

Silke Lorenzen

 

Lütt beten wat to dat Stück

Ein "Dokterbook" kann ungeahnte Wehwehchen ans Tageslicht bringen. Hat es einen dann erst richtig erwischt, kommt eine schlimme Krankheit nach der nächsten. Und diese Krankheiten sind sehr ansteckend. So gerät dann manches aus den Fugen, aber, wie sollte es auch anders sein, am Ende gibt es dann doch die große Überraschung.

 

De Autor

Der Flensburger Jens Exler (1914-1987) betrieb seine Autorentätigkeit nebenbei. Hauptberuflich war er als Bautechniker in einer Wohnungsbaugesellschaft tätig. Seine große Leidenschaft galt der niederdeutschen Sprache, für deren Erhalt und Pflege er sich seit frühester Jugend einsetzte. So entstanden nach der  hamburgischen Fassung auch eine kölsche, bayerische, sächsische, schwäbische, fränkische, badische, hessische Fassung und so weiter und so weiter.

 

Presse

„Dat Dokterbook"
von Jens Exler wurde in Rissen verkauft, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Theatersaal der Schule am Iserbarg war fast bis auf den letzten Platz besetzt! Dazu kann man die Rissener nur beglückwünschen und neidvoll an meine eigene Volksspielbühne denken.
Dieser Schwank, in dem einem Bauern ein „Dokterbook" aufgeschwatzt wird, der dann bei sich und anderen viele Krankheiten entdeckt, wird sicherlich vielen bekannt sein. Diese Geschichte fordert direkt zu Übertreibungen heraus, und so wurde dann auch kräftig dick aufgetragen. Das Publikum jedenfalls fand es so gut und richtig, nach dem vielen Szenenapplaus zu urteilen.
Den „kranken" Bauern spielte Egbert Wieck in gekonnter Weise. Er schöpfte seine Rolle bis ins Letzte aus. Daß er bisweilen etwas ins Nuscheln geriet, ist ihm wohl gar nicht bewußt geworden. Der Bäuerin lieh Lisa Schröder ihre Gestalt und ihr energisches Temperament. Leider hat der Autor diese Rolle sehr vernachlässigt. Ich hätte sie gern öfter auf der Bühne gesehen. Das reizende Töchterchen wurde von Bärbel Fischbeck in ihrer lebendigen Art gestaltet. Daß Hilma Wieck einen ausgesprochenen Trampel darstellen könnte, hätte ich kaum für möglich gehalten, hervorragend in Maske, Haltung, Sprache und Dämlichkeit. Die Rolle des Knechtes war bei Heiner Tewes in besten Händen. Er war der ruhende Pol, und genüßlich spann er die Fäden der Handlung. Rudi Schröders Reisender in Büchern gefiel mir sehr gut. Redegewandt brachte er seine Ware an den Mann und Magd. Bleiben noch zwei Debütanten. Silke Lorenzen als Freundin spielte ihre kleine Rolle ohne Hemmungen und wurde ihr vollkommen gerecht. Wolfgang Prieß, als Nachbarssohn und Liebhaber der Tochter, hatte es schon schwieriger. Kein Wunder, daß ihm die Liebesszenen nicht ganz gelangen. Wir alle wissen um die anfänglichen Hemmungen. Aber nur weiter so, es war im Ganzen gar nicht schlecht. Souffleuse war Gertrud Felst. Ich habe nichts von ihr gehört. Bei der Textsicherheit hatte sie wohl auch nicht all zu viel zu tun.
Begeistert war ich von dem schönen Bühnenbild, das Alfred Bergel und Uwe Fischbeck bauten. Besonders der herrliche Prospekt mit dem Bauernhaus schuf eine bäuerliche Atmosphäre, wie sie besser nicht sein konnte. Das begeisterte Publikum dankte mit anhaltendem Applaus, und Spieler wie Mitarbeiter konnten mit dem Erfolg zufrieden sein.
Nach der Aufführung trafen wir uns im Vereinslokal wieder als Gäste der Rissener. Es war eine fröhliche, große Tischrunde, an der auch unser Präsident, Hermann Nolting, und seine Gattin teilnahmen. Hermann Nolting hob in einer kurzen, launigen Ansprache die Freunde an unserem schönen Hobby und die Verbundenheit aller Volksbühnenspieler hervor. Es wurde sehr spät! Herzlichen Dank an meine Freunde in Rissen!
(Verbandskritiker Bernhard Möller)

 

Spiel vom verhexten Bauern
Rissen. Die Volksspielbühne erfreute die Rissener an drei Tagen mit der Aufführung von „Dat Dokterbook" von Jens Exler. Ein Bauer wird von einem Reisenden dazu verführt, ein Dokterbook zu kaufen, mit dem er alle Krankheiten heilen könne.
Egbert Wieck, jetzt auch der Erste Vorsitzende des Vereins, spielte den vom Dokterbook verhexten Bauern großartig. Seine Frau, Hilma Wieck, die sonst nur charmante Rollen spielte, wagte sich zum erstenmal an eine komische Aufgabe. Sie gelang ihr ausgezeichnet. Lisa Schröder stellte eine famose, deftige Bauernfrau auf die Beine und Bärbel Fischbeck wirbelte als frische, verliebte Tochter über die Bühne. Der pfiffige Tagelöhner Julle war eine besondere Leistung von Heiner Tewes. Wolfgang Prieß, der jugendliche Liebhaber, stand zum erstenmal auf „den Brettern" und sprang für Günther Schwenn ein. Er spielte überzeugend, und wir werden ihn hoffentlich bald wiedersehen. Rudi Schröder spielte den Dokterbookansnacker und Geldabluchser ausgezeichnet. Silke Lorenzen war eine reizende Freundin, die listig mithalf, alles zum guten Ende zu führen.
Der Erfolg war groß und rief immer wieder Beifall auf offener Bühne hervor. Das stimmungsvolle Bühnenbild stammte von Uwe Fischbeck und Alfred Bergel.

(Norddeutsche Nachrichten)

 

Szenen-Fotos

 

Bärbel Fischbeck - Egbert Wieck

 

Hilma Wieck - Egbert Wieck

 

Heiner Tewes - Egbert Wieck - Silke Lorenzen

 

Heiner Tewes - Wolfgang Prieß

 

Egbert Wieck - Rudi Schröder

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum