Wir über uns

 

Wi spelen in't Fröhjohr 1969:

"Sluderkraam in't Treppenhuus"

 

Kummedi in veer Akten

vun Jens Exler

Speelbaas: Heiner Tewes

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 25. Aprilmaand 1969

Sünnavend, 26. Aprilmaand 1969

Dingsdag, 29. Aprilmaand 1969

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Hanne Knoop, Witfru:

Hilma Wieck

Heike Seefeldt, Ünnermietersch bi Fr. Knoop:

Annelie Warnke

Ewald Brummer, Stüerinspekter a.D.:

Egbert Wieck

Dieter Brummer, sien Süsterkind:

Hans Töpfer

Meta Boldt, en Naversch:

Elfi Bergel

Bernhard Tramsen, Slachtermeister un Huuswart:    

Rudi Schröder

Herr Seefeldt, Heikes Vadder:

Erich Hübner

Felix, en Bäckerjung:

Bärbel Fischbeck

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Heiner Tewes

Sien Hülp:

Otto Schröder

Toseggersch:

Gertrud Felst

Bühnenbau:

Alfred Bergel,

 

Uwe Fischbeck

 

Lütt beten wat to dat Stück

Das Stück spielt im Treppenhaus eines Mietshauses. Die Witwe Hanne Knoop beherbergt die junge Heike Seefeldt als Untermieterin in ihrer Kammer. Das gibt Anlass zum Tratsch. Schließlich ist das gegen den Mietvertrag. Als nun auch noch Dieter, der Neffe von Nachbar Ewald Brummer, auftaucht und ein Auge auf Heike wirft, sorgt das für Aufruhr im Mietshaus. Meta Boldt lässt auch wirklich kein gutes Haar an ihren Mitmietern und sorgt für einige Missverständnisse und handfeste Auseinandersetzungen. Lässt sich Hauswirt Bernhard Tramsen von ihr einwickeln und wird selbst Heikes Vater, Herr Seefeldt, Opfer der Schludereien?

 

De Autor

Der Flensburger Jens Exler (1914-1987) betrieb seine Autorentätigkeit nebenbei. Hauptberuflich war er als Bautechniker in einer Wohnungsbaugesellschaft tätig. Seine große Leidenschaft galt der niederdeutschen Sprache, für deren Erhalt und Pflege er sich seit frühester Jugend einsetzte. So entstanden nach der  hamburgischen Fassung auch eine kölsche, bayerische, sächsische, schwäbische, fränkische, badische, hessische Fassung und so weiter und so weiter.

 

Presse

Rissen ist eine Reise wert
Noch nie bin ich enttäuscht worden, ob sie nun hoch- oder plattdeutsche Stücke spielen. Diesmal brachten sie Jens Exlers Komödie „Sluderkraam in't Treppenhuus". Die Aufführung war aus einem Guß, von Heinrich Tewes flott und einfallsreich inszeniert. Das textsichere Spiel wurde nur von immer wieder aufbrausendem Applaus unterbrochen. Die Aula der Schule am Iserbarg war ausverkauft, und das, man höre und staune, an einem Dienstag als dritte Aufführung!
Heinrich Tewes hatte das Stück ausgezeichnet besetzt. Um mit den Damen zu beginnen: Die Witwe Knoop spielte Hilma Wieck und war genau das, was man sich unter einer guten Nachbarin vorstellt, von frendlichem Charakter, gütig und hilfsbereit. Sie brauchte sich nur selbst zu spielen. Der jungen Untermieterin Heike Seefeldt gab Annelie Warnke eine reizende, entzückende Gestalt. Sie hat sich nach meiner Meinung großartig als Darstellerin entwickelt, charmant, lebhaft und in der ernsten Szene mit ihrem Vater rührend aufrichtig. Für Meta Boldt, die Sludersche, konnte man keine Bessere finden als Elfriede Bergel. Eine großartige Studie! Schnell floß ihr der Text von den Lippen, jede Nuance nahm sie wahr, ohne je zu dick aufzutragen. Eine dankbare Rolle, die sie vorzüglich meisterte. Die zierlich, reizende Bärbel Fischbeck schlüpfte in die Hosen des Bäckerjungen und erzielte Sonderapplaus.
Und nun zu den Herren: Egbert Wieck als schrulliger Rentner Ewald Brummer zu sehen, war eine Freude. Ich weiß nicht, ob ihm das komische Fach besonders liegt. Jedenfalls kann er es! Diese Rolle birgt die Gefahr des überspielens in sich, doch nichts dergleichen bei ihm. Besonders in der Trunkenheitsszene war nichts zu viel, aber beileibe auch nichts zu wenig. Eine ausgezeichnete Leistung! Aber auch sein Neffe Dieter stand ihm in nichts nach. Der sympathische Hans Töpfer brachte einen lebhaften, charmanten Liebhaber auf die Bühne, wie manche V.B. sich ihn wünscht. Keine verkrampften Liebesbeteuerungen, sondern alles locker und gelöst. Rudi Schröder in Person des Hauswirts Bernhard Tramsen hatte viele Lacher auf seiner Seite, wenn er tapsig auf Liebespfaden wandelt. Seinen Disput mit der Sludermeier brachte er köstlich. Bleibt noch Erich Hübner als Heikes Vater zu nennen. Ganz in Grau wirkte er sehr seriös und würdevoll und machte das Beste aus der kleinen Rolle.
Gertrud Feist saß im Kasten. Ich habe von ihr nichts gehört. Der Bühnenbau mit der ansteigenden Treppe war sehr gut gelöst worden von Alfred Bergel und Uwe Fischbeck. Jetzt wird mancher denken: Was, nichts als Lob, keine Kritik? Ich meine: Fahrt mal nach Rissen!
(Verbandskritiker Bernhard Möller)

 

Rissener übertrafen sich selbst
Eine gelungene Aufführung der Volksspielbühne der plattdeutschen Komödie
Wer regelmäßig die Aufführungen der Volksspielbühne besucht, erwartet jedes Mal einen lohnenden Abend. Man freut sich darauf, die bekannten Schauspieler in neuen Rollen zu sehen, und weiß im voraus, daß einem der Abend Freude machen wird. Als „Sluderkraam in't Treppenhuus", eine plattdeutsche Komödie von Jens Exler, auf dem Spielplan stand, fragte man sich doch, ob unsere Rissener das gut durchstehen würden. Die Komödie der Schluderei im Treppenhaus überzeugte von Anfang an durch ihren Humor und ihre Lebensechtheit. Die Gestalten formten sich auf eine neue Art, frisch und prall voll Leben.
In einem alten Mietshaus spielen sich die Dramen stets im Treppenhaus ab. Brummer, ein knatteriger, pensionierter Beamter gerät mit Frau Knoop, einer resoluten Witwe, aneinander. Frau Boldt, Tag und Nacht im Treppenhaus lauschend, schürt nach beiden Seiten hin das Feuer. Wie sie das auf der Rissener Bühne tut, ist einfach köstlich. „Gut, daß ich nichts damit zu tun habe," ist der viel belachte Refrain, wenn sie wieder einmal alles in wilde Verwirrung gestürzt hat.
Ihre Gegnerin ist Heike Seefeldt, von zu Hause durchgebrannt, weil die Eltern nur ans Geldverdienen und nicht an Güte und Herzlichkeit für die einzige Tochter denken. Mit List und Charme, durch ihre Liebe zu Brummers Neffen beflügelt, führt sie alles zum Happy-End: Frau Knoop wird den nun nicht mehr brummigen Brummer heiraten. Sludertasche Boldt hat einen heilsamen Schrecken vor den Konsequenzen ihrer Klatscherei bekommen und will künftig den Mund halten; Hauswirt Tramsen gibt das Halali der Jägerei nach Schürzen auf. Heikes Vater erkennt seinen Fehler und will fortan ein liebevoller Familienvater sein. Daß Heike selber den Brummerneffen heiraten wird, ist selbstverständlich!
Hilma Wieck spielte die prächtige Frau Knoop mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Annelie Warnke war eine süße, listige, sehr verliebte Heike. Den knatschigen wie den vergnügt beschwipsten Brummer konnte nur Egbert Wieck so mitreißend spielen. Hans Toepfer, der Brummerneffe, war für Heike ein frischer, mitreißender Partner. Die Schludertasche, die Elfriede Bergel als Frau Boldt auf die Bühne brachte, war einfach herrlich! Rudi Schröder stellte den nach Schürzen wildernden Hauswirt Tramsen kräftig und überzeugend auf die Beine. Auch Erich Hübner und Bärbel Fischbek gaben in ihren kleinen Rollen der Aufführung die schöne Abrundung.

(Norddeutsche Nachrichten)

 

Szenen-Fotos

 

Rudi Schröder - Elfi Bergel

 

Presse-Shooting: Rudi Schröder - Elfi Bergel

 

Hans Töpfer - Annelie Warnke

 

Annelie Warnke

 

Egbert Wieck

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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