Wir über uns

 

Wi spelen in't Fröhjohr 1972:

"Peper un Solt"

 

Nedderdüütschet Stück in 3 Törns

vun Karl Bunje

Speelbaas: Rudi Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 21. Aprilmaand 1972

Sünnavend, 22. Aprilmaand 1972

Sünndag, 23. Aprilmaand 1972

Maandag, 24. Aprilmaand 1972

Dingsdag, 25. Aprilmaand 1972

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Gerd Bödeker, Fabrikant:

Erich Hübner

Lisbeth, sien Dochter:

Anke Tewes

Marie Peters, Weertsfru:

Herta Mutschink

Theda, ehr Dochter:

Bärbel Fischbeck

Kathrien, Deern bi Fru Peters:   

Lisa Schröder

Cord Jaspers, Maschinenbuer:

Wolfgang Prieß

Eggert Pannenborg, Bookholler:

Jürgen Birkl

Jochen Schlarmann, Nachtwächter:

Egbert Wieck

Ewald Precht, Hannelsmann in Smeerölen:  

Heiner Tewes

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Rudi Schröder

Sien Hülp:

Christel Tewes

Toseggersch:

Gertrud Felst

Hölpersch an de Siet:     

Hannelore Schramme

Bühnenbau:

Uwe Fischbeck

 

Lütt beten wat to dat Stück

Es liegt etwas in der Luft, aber, wie es scheint, nichts Gutes. Fabrikbesitzer und Griesgram in einer Person, Gerd Bödeker, kommt mit seiner neu gebauten Maschine nicht voran. Wieder und wieder verbiegen oder brechen Zahnräder, und der Ausstellungstermin rückt näher und näher. Die Nervosität steigert sich, und Verdacht auf Werkspionage oder Sabotage keimt in dem Alten auf, sein Misstrauen gegen die Umwelt wächst. Überdies schwelt ein Groll gegen seine einzige Tochter in ihm, die ihn mit ihrem Freund, Bödeker als Schwiegersohn unerwünscht, verließ, um zu heiraten. Zum Glück mischen gute Geister kräftig mit: Das Mädchen Theda führt eine verängstigte Lisbeth nebst kleinem Sohn, um den es vorerst noch die tollsten Verwicklungen gibt, ihrem strengen Vater wieder zu. Um Nachtwächter Jochen Schlarmann, der, wie er selbst sagt, "ümmer 'n büschen schlauer as de annern" ist, sorgt dafür, dass die böse Sache mit der Schrotflinte für Bödeker noch glimpflich abläuft. Am Ende muss der alte Dickschädel einsehen, dass auch er nicht ohne Fehler ist, und dass die Zeit gekommen ist, seinen geliebten Prüfstand für den Nachwuchs zu räumen.

 

Presse

Mit „Peper un Solt" hatte die Volksspielbühne Rissen wieder einen großen Erfolg

Das volle Haus in der Schule Iserbarg an fünf Abenden war das äußere Zeichen dafür. Peper un Solt, auf hochdeutsch: Pfeffer und Salz, sind wohl die am meisten gebrauchten Gewürze. Mit diesem niederdeutschen Stück von Karl Bunje servierte die V.B. Rissen ihren Zuschauern eine gut gewürzte Frühjahrskost. Wenn man einmal davon absieht, daß in der Aufführung kein einheitliches und einwandfreies Niederdeutsch gesprochen wurde, und wenn man die kleinen Unebenheiten, die wohl in jder Aufführung vorkommen, außer acht läßt, kann man, ohne rot zu werden, von einer guten Leistung sprechen.
Ich möchte hier jetzt nicht jeden Darsteller einzeln unter die Lupe nehmen, um ihm sein Können zu bestätigen, sondern nur stellvertretend zwei Mitspieler herausgreifen. Egbert Wieck gefiel mir in der Rolle des Nachtwächters Jochen Schlarmann. In dieser Rolle liegt die Gefahr, den Gashebel zu weit durchzutreten, aber dieses Mal wurde immer rechtzeitig die Bremse betätigt, so daß eine gute glaubwürdige Interpretation der Rolle gelang.
Heiner Tewes verkörperte in dieser Aufführung einen Typ, wie man ihn sonst von ihm nicht kennt. Als Vertreter von Schmierölen wirkte er selber sehr schmierölig, keine symphatische Rolle, aber gekonnt gebracht. Die Bühnenbilder der Bühnen der Hamburger Volksbühnenkunst sind in der letzten Zeit des öfteren lobend erwähnt worden. Auch Uwe Fischbeck kann für sich und seine Helfer dieses Lob in Anspruch nehmen.
Der Spielleiter Rudolf Schröder konnte den Beifall und die Blumen am Schluß der Vorstellung beruhigt entgegennehmen. Wenn die Akteure zu ihrem Beifall auch noch Blumen bekommen, so ist das eine lobenswerte Sache. Gespräche darüber, ob die Blumen auf offener Bühne überreicht werden sollen, höre ich schon über 20 Jahre. Ich persönlich halte es nicht für richtig (auch nicht, wenn es durch ein Kind ausgeführt wird, wie bei der letzten Verbandsaufführung).
Als ich mich bei den Rissener Freunden in der Garderobe verabschiedete, bedauerte ich, daß ich keine Blumen bei mir hatte, um mich für den Abend bei ihnen zu bedanken.

(Verbandskritik)

 

Szenen-Fotos

 

Herta Mutschink - Heiner Tewes

 

Lisa Schröder - Heiner Tewes

 

Egbert Wieck

 

Lisa Schröder - Heiner Tewes

 

Lisa Schröder - Egbert Wieck

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum