Wir über uns

 

Wi spelen in't Fröhjohr 1975:

"Rund um Kap Hoorn"

 

Nedderdüütschet musikalischet Lustspill

in 3 Törns

vun Fritz Wempner

Speelbaas: Hilma Wieck

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 4. Aprilmaand 1975

Sünnavend, 5. Aprilmaand 1975

Sünndag, 6. Aprilmaand 1975

Maandag, 7. Aprilmaand 1975

Dingsdag, 8. Aprilmaand 1975

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Korl Nass, Koptain:

Egbert Wieck

Jonny Tetens, Stüermann:

Jürgen Wingberg

Walter Christiansen, Reeder:

Erich Hübner

Irmgard, sien Dochter:

Bärbel Fischbeck

Falkenoog, Detektiv:

Jürgen Birkl

Mollich, Detektiv:

Thomas Pfister

Jette, Zeitungsfru:

Elfi Bergel

Eduard Funk, Rundfunkreporter:    

Friedrich Schreiber

Mia Brinkmann, Privatsekretärin:  

Annelie Lettermann

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Hilma Wieck

Ehr Hülp:

Elke Novitski

Toseggersch:

Gertrud Felst

Hülpslüüd an de Siet:   

Birgit Lübker,

 

Gesine Grote

Prüük un Visaasch:

Vera Lenz,

 

Regina Braun

Lüchtmokers:

Herbert Lettermann,

 

Albin Novitski

Bühnenbau:

Uwe Fischbeck,

 

Kurt Lenz,

 

Alfred Bergel,

 

Alfons Wieck

 

Lütt beten wat to dat Stück

Was tut ein Mädchen nicht alles, um nicht den Mann heiraten zu müssen, den der Vater aus finanziellen Gründen ausgesucht hat? Irmgard Christiansen, Reederstochter, kann ein Lied davon singen: Zuerst läuft sie von zu Hause weg, um bei Kapitän Korl Nass für kurze Zeit unterzuschlüpfen. Dann muss sich das hübsche Mädchen, um als "Köksch" eingestellt zu werden, in einen hässlichen Trampel verwandeln, weil Steuermann Jonny gegen hübsche Mädchen allergisch ist. Außerdem sind ihr zwei vom Vater angeheuerte Detektive dicht auf den Fersen. Brenzlig wird es, als Vater Christiansen selbst mit Jonnys Verflossener in Kapitän Nass' Seemannskneipe "Kap Horn" auftaucht, und es sieht einen Augenblick so aus, als ob die beiden Fahrensmänner nie mehr Schiffsplanken unter den Füßen spüren würden. Aber nach aufregenden Szenen beginnt die Bühnensonne wieder zu scheinen. Für Irmgard hat sich der Mummenschanz gelohnt: Sie hat sich ihren Mann selbst ausgesucht, und ihr Vater hat nun nichts mehr dagegen, dass es der Steuermann Jonny ist.

 

Presse

Rund um Kap Hoorn
In Rissen feierte man "Geburtstag". Man könnte auch sagen, das 20jährige Bestehen der Volksspielbühne. Nett aufgezogen hatten es die Rissener, doch, doch. In einem beschaulichen Programmheft zeigte die VB einem breiten Publikum ihren "Leidensweg" dieser 20 Jahre auf. Dabei gingen auch unsere Gedanken zurück in die Vergangenheit. Wenn wir so Ende der 50er Jahre mal wieder ins Heidehaus nach Rissen gebeten wurden, dann sagte Hermann Holting unterwegs schon: "Na, was mag heute wieder anliegen?" In den Versammlungen erlebten wir so richtig deftige "Familienkräche". Bruno Weickert machte immer was los. Aber alles war halb so schlimm. Nachher am runden Tisch beim Glase Bier, da sah die Welt und ihre Zukunft immer ganz anders aus. Und heute - ehrlich - ohne diese Geburtswehen gäbe es heute keine VB Rissen.
Auch Eure damaligen "Kritiker" müssen Euch widersprechen. Was Ihr da bei Timmermann an Aufführungen, vor allem die Märchen, herausgebracht habt - diese "Lichter unter den Scheffel zu stellen", habt Ihr bestimmt nicht nötig. Fritz Wempner war der Autor, dessen Stück "Rund um Kap Hoorn" die Spieleiterin Hilma Wieck ihrer großen niederdeutschen Gemeinde als "Geburtstagspräsent" überreichte.
Und nett verpackt war es. Zwei Erzkomödianten setzte Frau Wieck ein, nämlich Egbert Wieck als Kapitän und Erich Hübner für den Reeder. Und was dann kam, war ein Schub, ein guter Schub aus dem Nachwuchslager. Und dieser Nachwuchs agierte bravourös. Egal die Namen, ob Jürgen Wingberg, Bärbel Fischbeck, Jürgen Birkl, Thomas Pfister, Elfi Bergel, Friedrich Schreiber und Annelie Lettermann - alle versuchten ihren Part analog den Regieanweisungen zu meistern und sorgten so für eine gute Ensembleleistung. Doch - es war ein gutes Geburtstagsgeschenk und das Publikum wußte es mit seinem Beifall zu würdigen. Der Technik besonderes Lob zu sagen, hieße Eulen nach Athen tragen. Man muß sich doch immer wieder fragen, wer diesen Leuten (und nicht nur hier) noch etwas zeigen bzw. weismachen könnte? Weiter so, Rissen, und wir lassen uns zum 25sten gerne wieder überraschen.

(Verbandskritik)

 

Ein Urviech auf der Bühne - Die Volksspielbuhne Rissen riß ihr Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin.
Rissen. Alle vier Vorstellungen waren restlos ausverkauft und viele Leute mußten wieder nach Hause gehen, ohne die Aulführung der "Volksspielbühne Rissen" gesehen zu haben. Das ist wirklich schade, denn was die Mimen in dem Paradestück "Rund um Kap Hoorn" da auf die Bretter der Bühne in der Iserbarg-Schule legten, war wirklich großes Volksschauspiel.
Ein Naturtalent, ein Urviech, ein echter Komödiant ist Egbert Wieck. Der Blankeneser Polizist riß sein Publikum in der Rolle des Kapitäns Naß einfach von den Stühlen. Seine Nichte Irmgard wurde von Bärbel Fischbeck in der Verkleidung als häßliche Kööksch überzeugend dargestellt. Jeder Darsteller der Rissener Bühne schien selbst Spaß an dem Spiel zu haben. Ging es hierbei doch um das alte Thema Liebe, mit den notwendigen Irrungen, Verwechslungen, dem Katz- und Maus-Spiel, bis zum Happy-End. Großartig und so echt, so urig und urkomisch verkörperte Elfi Bergel die mittelalterliche Zeitungsfrau Jette, die schließlich doch noch einen Mann ergatterte, wenn auch über den unnötigen Umweg eines Heiratsinserats.
Nicht unerwähnt soll das ausgezeichnete, wirklich echte Bühnenbild bleiben.
20 Jahre alt genau ist die "Volksspielbühne Rissen". Damals wagten sich die ersten Mitglieder bei ihren Zusammenkünften höchstens an kleine Sketche, Lesungen und "Bunte Abende" heran. Durch den Volksschauspieler Otto Schröder vom Ohnsorg-Theater erlernten die Mitglieder des Amateur-Theaters die Schauspielkunst. Auf der kleinen Bühne des Rissener "Heidehaus" verdiente sich die VBR die ersten Sporen. Heute ist diese Theatergemeinschaft nicht mehr aus dem Kulturleben der Elbgemeinde wegzudenken.

(Altonaer Nachrichten)

 

Beifallsstürme für die Rissener VB
Es war eine Aufführung voller Schwung und Elan, so wie wir es von unserer Volksspielbühne Rissen seit langem gewohnt sind. Und trotzdem war es doch anders, fröhlicher, ausgelassener und erwartungsvoller als sonst, denn dieses Stück "Rund um Kap Hoorn" war die Jubiläumsaufführung zum 20-jährigen Bestehen unseres Rissener Vereins.
Egbert Wieck, Leiter der VB Rissen, privat Polizeibeamter, leistete Schwerstarbeit. Er stellte den Kapitän Korl Nass dar, der an Land gegangen war und in seiner Hafenkneipe einen "festen Liegeplatz" gefunden hatte. Seine rechte Hand war Steuermann Jonny Tetens (Jürgen Wingberg), der sich in die aus dem Hause des Reeders Walter Christiansen (Erich Hübner) entlaufene Tochter Irmgard (Bärbel Fischbeck) verliebte. Sie sollte aus Geschäftsgründen einen Mann heiraten, der ihr nicht gefiel, und verschwand deshalb für eine Weile als "Kööksch" bei Käpt'n Nass. Zwei Detektive (Thomas Pfister und Jürgen Birkl) wurden ihr auf die Fersen gesetzt. Eine Zeitungsfrau (Elfi Bergel) sorgte ständig für Informationen über die Suchaktion des Reeders Christiansen. Ein Rundfunkreporter (Friedrich Schreiber) zeichnete ein Stimmungsbild dieser Hafenkneipe und Annelie Lettermann fungierte als Privatsekretärin Mia Brinkmann, konnte es aber nicht lassen, den Steuermann Jonny als ehemaligen Bekannten wieder zu umgarnen.
Bester Lohn für unsere Amateurschauspieler war der immer wieder aufkommende Applaus des vollbesetzten Hauses. Alle vier Vorstellungen waren wieder restlos ausverkauft, ja, viele Besucher mußten sogar nach Hause gehen ohne Käpt' n Nass erlebt zu haben. - Das ist bedauerlich, denn was hier von unseren Rissener Schauspielern geboten wurde, war echte Jubiläumsleistung. Auch das Bühnenbild war "große Klasse" - weiter so, Fischbeck & Co.! - Nicht zu vergessen, die Helfer hinter den Kulissen: Vera Lenz und Regina Braun als Maskenbildnerinnen, Gertrud Felst als Souffleuse, H. Lettermann und A. Novitski als Beleuchter, in der Regie Elke Novitski und als Inspizientinnen die Damen B. Lübker und G. Grote. Nach der Vorstellung wurde für Freunde des Vereins ein kleiner Jubiläumstrunk gereicht. Egbert Wieck sprach über Entstehen und Werdegang der VB Rissen, der Präsident der Volksbühnenkunst Hamburg, Heinz Buschmann, überbrachte die Gratulation der Hamburger Kollegen, Schulleiter Redanz von der Schule Iserbarg, wo die Aufführungen stattfinden, übergab einen Werkzeugskasten mit Werkzeuggutschein, was dringend für den Bühnenbau gebraucht wurde. Auch der Vorsitzende des Ortsausschusses Blankenese, Hinrich Langeloh, sprach seine Glückwünsche aus, in der Hoffnung, die langersehnten "D-Märkerchen" für einen neuen Vorhang in der Bezirksversammlung Altona lockermachen zu können. Alles in allem, ein Jubiläum, das Ansporn gab, in bewährter Weise weiterzumachen, zur Freude unserer Rissener Theaterbesucher!
(Rissener Rundschau)

 

Zwanzig Jahre Volksspielbühne Rissen
[...] Drei Rissener Bürger waren es, die 1955 ein Amateurtheater gegründet hatten: Gustav Felst, noch heute Geschäftsführer des Vereins, Walter Brock und Bruno Weickert. Man war sich einig, daß man dem Berufstheater keine Konkurrenz machen wolle, aber man müsse darum bemüht sein, dem Publikum größtmögliche Vollkommenheit zu bieten. Die allerersten Anfänge waren recht dilettantisch. Im damaligen Heidehaus an  der Wedeler Landstraße gab auch Lesungen im kleinen Kreis, Sketche und Bunte Abende. Der ehemalige Ohnesorgtheaterspieler Otto Schröder und seine Frau nahmen die Rissener Laienspieler dann mit Erfolg in eine harte Schule. Und um die „Spielgeister" am Leben zu halten, wurde im kalten Saal so manche Runde Grog gereicht. Bis 1967 gab die Volksspielbühne Gastspiele in der näheren Umgebung, dann wurde die Aula der Schule Iserbarg zum „festen Haus". Seit 1972 gibt es unter der Leitung von Herta Mutschink auch eine Kinder-Theatergruppe, die besonders für das alljährliche Weihnachtsmärchen aktiv wird. Die Rissener Volksspielbühne hat sich zunächst der „Hamburger Volksbühnenkunst e.V." und dann dem „Bund Deutscher Amateurtheater" angeschlossen. Dank des starken Willens der Mitglieder und der großen Einsatzbereitschaft ist die Volksspielbühne heute aus dem Rissener Kulturleben nicht mehr wegzudenken.

(Elbe-Wochenblatt)

 

Szenen-Fotos

 

 

Egbert Wieck

 

 

Bärbel Fischbeck - Egbert Wieck

 

Egbert Wieck - Erich Hübner - Annelie Lettermann

 

Bärbel Fischbeck

 

 

 

Thomas Pfister - Bärbel Fischbeck - Jürgen Birkl

 

Annelie Lettermann - Jürgen Wingberg

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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