Wir über uns

 

Wi spelen in't Fröhjohr 1977:

"Mudder, wat nu...?"

 

Nedderdüütsche Kummedi in 3 Akten

vun Hans Henning Holm

Speelbaas: Rudi Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 1. Aprilmaand 1977

Sünnavend, 2. Aprilmaand 1977

Sünndag, 3. Aprilmaand 1977

Maandag, 4. Aprilmaand 1977

Dingsdag, 5. Aprilmaand 1977

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Peter Runge, Anstellten:

Egbert Wieck

Klara, sien Fru:

Lisa Schröder

Ursula, jüm ehr Dochter:

Bärbel Fischbeck

Friedrich, jüm ehr Söhn:

Jörn Schröder

Paula Wulf, Fründin vun Klara:    

Elfi Bergel

Regine Berner, Fründin vun Friedrich:    

Sabine Mutschink

Wilhelm Rieken, Naver:

Gustav Felst

Erna, sien Fru:

Christel Tewes

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Rudi Schröder

Toseggersch:

Gertrud Felst

An de Siet:   

Inge Thurmann

Prüük un Visaasch:

Regina Wieck,

 

Silke Lorenzen

Lüchtmokers:

Herbert Lettermann,

 

Albin Novitski

Bühnenbu:

Uwe Fischbeck,

 

Alfred Bergel,

 

Jonni Teich

 

Lütt beten wat to dat Stück

Emanzipation heißt das Schlagwort der heutigen Zeit und darum dreht es sich in diesem 3-Akter von Hans Henning Holm. Wenn man aber schon so in seinem Gleis festgefahren ist wie "Mudder", vermag auch die emanzipierteste Freundin mit den besten Absichten nicht, die Weichen zur Umfunktionierung von Mudders jetzigem Alltag zu stellen. So wird sie weiterhin ihren Mann und die beiden erwachsenen Kinder von vorn und hinten betüteln. Es ändert auch nichts daran, dass diese nach Mudders Ausbruchsversuch eingesehen haben, jeder könne bestens seinen eigenen Kram erledigen. Mudder selbst begünstigt sie nach ihrer Rückkehr darin, ihre gewonnene Einsicht ganz schnell wieder zu vergessen.

 

Presse

"Mudder, wat nu...?"
Wie ergeht es einer Familie, wenn die Mutter ihre Koffer packt und den Mann und die verwöhnten, fast erwachsenen Kinder auf sich alleine stellt! Dieses Leitmotiv des Stückes, von Hans Henning Holm, brachte die Rissener Bühne unter der Regie von Rudi Schröder. - Egbert Wieck als Peter Runge brachte seinen Part routiniert, und mit seiner muffligen Art hatte er die Schmunzler auf seiner Seite. Klara, seine Frau (Lisa Schröder), spielte diesen Abend mit angezogener Handbremse und wirkte dadurch etwas blaß. Aus der Rolle war durchaus mehr zu machen. - Am Typ vorbei spielte Bärbel Fischbeck. Die von der Mutter verwöhnte und gut gekleidete Tochter harmonierte nicht mit der ewig Kaugummi kauenden. Da gefiel mir der Sohn Friedrich (Jörn Schröder) mit seiner lässigen Art besser.
Von Paula Wulf, der Freundin Klaras (Elfi Bergel), hätte ich mehr erwartet. Sie als Schlüsselfigur des Stückes hatte es in der Hand, das Tempo zu dosieren. Man sollte während des Spielens auch nicht versuchen, Kontakt mit dem Publikum aufzunehmen, das lenkt nur von der eigenen Rolle ab.
Regine Berner (Sabine Mutschink), die Freundin von Friedrich, brachte in ihrer jugendlichen Frische eine ansehnliche Leistung. Sie wird bestimmt bald eine Bereicherung der Bühne sein. Gustav Felst und Christel Tewes als Nachbarn hätten als Typen angelegt (Regie) bestimmt mehr aus ihrer Rolle machen können.
Das Stück litt leider stellenweise durch Längen, so daß man noch Überlegungen hätte anstellen sollen, hier und da noch einige Passagen zu streichen. Mir schien es an diesem Premierentag noch unfertig. Textschwierigkeiten lassen ein Spiel immer ein wenig nervös werden und der Fluß des Stückes geht dabei verloren.

(Verbandskritiker Joachim Grabbe)

 

Es war wieder einmal ein großer Erfolg! Alle fünf Theaterabende der Volksspielbühne Rissen waren restlos ausverkauft. Große Freude bei allen Aktiven des Vereins! Ein volles Haus ist der schönste Dank für Veranstalter und Schauspieler. Im Rampenlicht stehen, Beifall erhalten für die erbrachte Leistung ist herrlich. Es galt aber auch all denen der Beifall, die hinter den Kulissen tätig waren, dem technischen Personal, den Bühnenbauern, den Maskenbildnerinnen, den Beleuchtern, der Inspizientin, der Soffleuse, dem Elektriker, den Feuerwehrleuten, den Organisatoren, und nicht zuletzt dem Spielleiter. Die Namen der Mitwirkenden sind uns allen seit Jahren geläufig. Immer wieder freuen wir uns, daß sie ihre Freizeit für so eine gute Sache hingeben, um ihren Mitbürgern, den Rissenern u.a., einen der so selten gewordenen, erinnerungsreichen Abende zu bescheren, dafür sei ihnen recht herzlich gedankt!

(Rissener Rundschau)

 

Sahen Sie auch die VB Rissen ?
Anfang April spielte die Volksspielbühne Rissen von 1955 an fünf Abenden vor ausverkauftem Haus die niederdeutsche Komödie „Mudder, wat nu?" Leider mußten am Montag (!) Besucher umkehren, die an der Abendkasse keine Karten mehr bekommen hatten. Den Amateurspielern tut das sehr leid, sie raten, beim nächstenmal den Karten-Vorverkauf in Anspruch zu nehmen.
Seine Absicht, der Aufführung seines Stückes bei der VB Rissen beizuwohnen, konnte der Auto Hans Henning Holm — bekannt vom Rundfunk („Hör mol 'n beten to") und als Verfasser niederdeutscher Theaterstücke und Geschichten — nicht mehr verwirklichen. Eine Woche zuvor starb er plötzlich an Herzversagen. Unter der bewährten Spielleitung von Rudi Schröder gab es hier viele heitere Szenen zum Schlagwort von der Emanzipation der Frau. Und vielleicht galt der häufige Beifall auf offener Szene, z.B. beim Anblick der Wohnung ohne Hausfrau oder bei Äußerung der Familie gegenüber der Mutter nicht immer nur direkt den Schauspielern auf der Bühne, sondern auch den von ihnen zum Ausdruck gebrachten Tatsachen, in denen man sich bzw. eigenes Verhalten wiedererkannte. [...]

(Rissener Bürgervereinszeitung)

 

Nachruf
Wir trauern um Erich Hübner.
Nach schwerem Leiden hat sich im Alter von 75 Jahren für ihn der Vorhang für immer geschlossen. Mit seinem ganzen Herzen war der gebürtige Pommer bei "seinem Volksbühnenspiel". Sein Niederdeutsch mit pommerschem Platt gemischt ergab eine liebenswerte besondere Mischung. Wir verlieren mit Erich Hübner nicht nur einen großartigen Darsteller und prächtigen "Dööntjeserzähler" (sein "Opa vertellt" wird uns sehr fehlen!), sondern auch unseren Archivar, der mit viel Zeitaufwand und in liebevoller Kleinarbeit die Chronik der V.B.R. führte. Lieber Erich, die Lücke, die Du hinterlassen hast, - wie sollen wir die nur schließen? B.F.

(Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

Elfi Bergel - Lisa Schröder

 

Egbert Wieck - Lisa Schröder

 

Egbert Wieck - Jörn Schröder - Bärbel Fischbeck

 

Gustav Felst - Elfi Bergel - Christel Tewes

 

Egbert Wieck - Bärbel Fischbeck

 

Bärbel Fischbeck - Lisa Schröder - Jörn Schröder

 

 

Egbert Wieck - Elfi Bergel - Lisa Schröder - Bärbel Fischbeck

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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