Wir über uns

 

In't Fröhjohr 1986 hebbt wi speelt:

"Us Moder warrt'n Diva"

 

Nedderdüütschet Lustspill in fief Biller

vun Gunther Beth un Folker Bohnet

Nedderdüütsch vun Hans Jürgen Ott

Speelbaas: Rudi Schröder

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 11. Aprilmaand 1986

Sünnavend, 12. Aprilmaand 1986

Sünnavend, 12. Aprilmaand 1986

Sünndag, 13. Aprilmaand 1986

Maandag, 14. Aprilmaand 1986

Dingsdag, 15. Aprilmaand 1986

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Gerda Kaufhold:

Annelie Lettermann

Arthur, ehr Mann:

Günter Schramme

Stefan, jüm ehr Söhn:

Dirk Steffens

Carlchen, Stefans Fründin:

Petra Revello

Herr Ketschensteiner, en Reporter:    

Thorsten Junge

Annette, en junge Fründin:

Inge Thurmann

Herr Knack:

Heiner Tewes

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Rudi Schröder

Sien Hülp:

Wolfgang Prieß

Lüüd an de Siet:

Elke Novitski,

 

Karen Wieck

Toseggersch:

Christel Tewes

Prüük un Visaasch:    

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen

Lüchtmoker:

Karl-August Braker

Bühnbu:

Ellinor Rother,

 

Jürgen Schönlein,

 

Hans Klameth

 

Lütt beten wat to dat Stück

Es ist ein Tag wie viele, als das Abenteuer beginnt: Es klingelt an der Tür. Ein Reporter vom "Abendecho" schneit herein mit der Nachricht: Hausfrau und Mutter Gerda Kaufhold ist zur Mutter des Jahres gewählt worden und hat eine Filmrolle gewonnen! Sie darf neben dem berühmten Schauspieler Boy Blond in einem Film mitwirken. Die Überraschung ist riesengroß, und sie ist vor Glück ganz aus dem Häuschen. Doch wer Herrn Kaufhold kennt, weiß, was der zukünftigen Filmdiva noch bevorsteht. Unterstützt von ihrem Sohn Stefan und dessen Freundin Carlchen gelingt es ihr tatsächlich, ihr Vorhaben auszuführen. Doch was Gerda Kaufhold dann beim Film erwartet und was sie anschließend auch noch zu Hause überstehen muss, hält nur eine Frau mit ganz starken Nerven aus.

 

Presse

"US MODER WARRT'N DIVA" VB Rissen
Manche Volksspielbühnen haben einen Spielplan wie ein Staatstheater, jeden zweiten Monat gibt es ein neues Stück. Die VB Rissen spielt nur zwei Stücke in der Spielzeit, aber die haben es dafür dann auch in sich! Bei der Probenarbeit liegt der Akzent hier wirklich noch auf Arbeit, und wenn durch Urlaub oder andere Widrigkeiten die Inszenierung einige Wochen vor der Premiere noch nicht so ist, wie er sie haben will, holt Spielleiter Rudi SCHRÖDER sein Ensemble auch schon mal täglich zur Probe! Die Akribie, mit der man sich hier um rundum gutes Theater bemüht hat, schlug sich in einer rundum gelungenen Inszenierung nieder.
Da stimmte von der Besetzung über das Bühnenbild und das Ensemblespiel, von der Requisite über die Phonetik zum dramatischen Spannungsbogen einfach alles. Selbst die bei jedem Theater in der Premiere auftretenden kleinen Pannen wurden so souverän in die Handlung einbezogen, daß sie außer einigen ausgepichten Profis im Publikum wohl kaum jemand bemerkt haben wird. Diese Familie und ihre Besucher da oben lebten so intensiv und sicher in ihren Rollen, gehörten so zusammen und waren in dieser kitschig-gemütlichen Erbstücke-Wohnung so zuhause, daß herunterfallende Requisiten und umgestoßene Stühle sie überhaupt nicht aus der Fassung bringen konnten.
Rudi SCHRÖDER hatte mit US MODER WARRT'N DIVA eine eigene Inszenierung hoher Qualität abgeliefert, die endlich mal kein soundsovieltes Remake immer wieder von Volksspielbühnen produzierter Stücke war, wie das zur Zeit modern zu sein scheint. Er zeigte damit, daß er als Regisseur auch selbst Ideen und darum nicht nötig hat, bei früheren Inszenierungen anderer Bühnen abzukupfern. - Und was ihm da zur Gestaltung der Charaktere so alles eingefallen ist! Köstlich der aufdringliche Reporter Ketschi (Thorsten JUNGE), der über seine mit Maschinengewehrschnauze vorgebrachten dümmlichen Witze nur immer schallend selber lacht. Umwerfend die Szene, wie seine Photographen-Freundin (Inge THURMANN) nicht zum Schuss kommt, weil ihr mit bewundernswerter Präzision immer wieder jemand anders gerade das Bild verpatzt.
Glaubhaft das junge Liebespaar. Die zunächst noch etwas zurückhaltende Freundin Carlchen-Carlotta (Petra REVELLO) und der gutmütig-gemütvolle Sohn Stefan (Dirk STEFFENS), der seine Pointen leise und trocken platzen ließ. Das gesamte Ensemble bestach mit gut verständlichem, phonetisch akzentuiertem Plattdeutsch. Als der gnadderige Pascha Arthur Kaufhold konnte Günter SCHRAMME die kraftvolle Sprache des Übersetzers und die Situationskomik seiner Rolle besonders gut zur Geltung bringen.
Als jüngere Mutter der Nation Gerda "Kaufhof" konnte Annelie LETTERMANN - auf den Zehen stehend - anderen Müttern der Nation durchaus das Wasser reichen! Köstlich, wie sie die am Rande der Peinlichkeit balancierende Gymnastikszene aus der Rolle fallend unterbrach und zu brausendem Szenenapplaus unter Leitung ihres Schauspiel-Hauslehrers.
Ein Kabinettstückchen besonderer Art brachte Heiner TEWES als der alternde Mime Knach!! Er brachte das Kunststück fertig, das Publikum trotz seines deutlichen Hamburger Zungenschlags durch überzeugende Mimik und Gestik glauben zu machen, dieser alternde Staatsschauspieler da oben könne selbst das, was er seiner Schülerin so mühsam beizubringen versuchte und er habe eine klare und akzentfreie Bühnenaussprache!! Respekt, Respekt!
Als dann Jung-Star Gerda Kaufhold ihr Übungsbuch holte, dachte ich, eigentlich könnte sie jetzt nur den guten, alten "Kleinen Hey" holen, nach dem schon Generationen von Schauspielern vor ihr und mir ihre Phonetik gelernt haben. - Und sie holte den "Kleinen Hey"! Nagelneu! Und das sind dann die Kleinigkeiten einer Inszenierung, an denen man den Regisseur nicht nur als Könner, sondern auch als Kenner erkennt!
(Verbandskritiker Gert Krause)

 

Fünf Jubiläen im Mai bei der Volksspielbühne Rissen
RISSEN. Die Volksspielbühne Rissen von 1955 e.V. hat dieses Jahr 5 Jubilare, die 25 Jahre dabei sind. Das ist Treue, die nicht nur auf dem Papier steht.
Am 1. Mai haben 25jähriges Jubiläum Elfi und Alfred Bergel. Mit Worten und Taten haben die beiden mitten im Theaterleben gestanden: Elfi meist als resolute Ehefrau oder Klatschtante und Alfred als Bühnenbauer, der besonders viel leistete, als die VB Rissen noch über Land zog. Und wer schon in Rissen im Weihnachtsmärchen war, weiß auch, was die Kinder immer schrien, wenn das Stück losgehen sollte: "Alfred, Vorhang auf!" Die beiden sind zwei Originale auf dieser Bühne. In letzter Zeit reisen sie viel und schauen sich die Erde außerhalb von Rissen an, vielleicht bringen sie neue Ideen mit?
Das Ehepaar Gertrud und Gustav Heinrich hat am 4. Mai das gleiche Jubiläum. Gern erinnert sich Gustav Heinrich daran, wie er 1961, als er eintrat, mit seinem Kohlentransporter die Kulissen über Land zu den Aufführungsplätzen transportiert hat; einmal ist er im Nebel auf einem Acker gelandet. Ja, die kleinen Abenteuer sind es, die so nett in Erinnerung bleiben. Heute sind Gustav Heinrich und seine Frau Gertrud nur noch aktive Zuschauer; denn sie sind 82 und 78 Jahre alt. Gertrud und Gustav Heinrich genießen ihren Lebensabend.
Annelie Lettermann ist die fünfte im Bunde. Auch sie ist am 5. Mai 25 Jahre dabei. Man konnte sie im letzten Stück „Us Moder warrt 'n Diva" bewundern. Es war ihr Jubiläumsstück, wo sie ihr ganzes Können zeigte. Kein Auge blieb trocken, die Zuschauer bogen sich vor Lachen, als sie ihre gymnastischen Übungen für ihre künftige Schauspielkarriere darbot. In viele, viele verschiedene Rollen ist Annelie bisher geschlüpft.
Doch nicht nur auf der Bühne ist sie aktiv: Fast 20 Jahre war sie 2. Schriftführerin der VB Rissen, und 1978 übernahm sie zum ersten Mal die Regie für „Schneeweißchen und Rosenrot". Seit 4 Jahren ist sie nun 1. Vorsitzende dieses plattdeutschen Vereins, und alle Mitglieder schätzen und lieben sie. Aber auch für Entrümpelungsarbeiten, Stühle aufstellen, abbauen oder sonstige „unrühmliche" Arbeiten ist Annelie zu haben. Ehemann Herbert und Tochter Sybille helfen dann fleißig mit.
Allen Jubilaren einen herzlichen Glückwunsch! Mögen sie der Volksspielbühne Rissen von 1955 e.V. noch recht lange erhalten bleiben.
(Quelle unbekannt)

 

VOLKSSPIELBÜHNE RISSEN von 1955 e.V.
Nach dem Motto: "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" gibt es bei der Volksspielbühne Rissen demnächst einiges zu feiern. Im April ist nun "Us Moder warrt'n Diva" über die Bühne gegangen, und im Mai dürfen fünf Vereinsmitglieder ihr 25jähriges Jubiläum feiern.
Gertrud und Gustav Heinrich waren 1961 angetan von der Idee einer Rissener Volksbühne und wollten den noch sechs Jahre jungen Verein gern unterstützen. G. H. hatte damals einen Kohlentransporter und brachte die komplette Bühnenausstattung zu Gastspielen in die nähere Umgebung. An diese "gute, alte Zeit" erinnert sich auch Alfred Bergel gern, der damals schon Kulissen baute. Viele Jahre hatte er das Amt des Bühnenmeisters inne und schuf somit den richtigen Rahmen für die Auftritte seiner Elfi.  Wer kennt sie nicht, die Elfi Bergel, die am liebsten deftige und resolute Frauentypen darstellt? Ohne Frage, sie ist eine Vollblutschauspielerin. In Stücken wie "Sluderkraam in't Treppenhuus", "Dat Verlegenheitskind" oder "De möblierte Herr" brachte sie das Publikum durch ihr Original zum Lachen. Im Herbst 1986 wird sie dieses zum wiederholten Male tun, wenn es heißt: Vorhang auf für E. Bergels Jubiläumsstück.
Als Annelie Lettermann im Mai 61 zur VBR kam, war sie noch "'ne junge Deern". In "Us Moder warrt'n Diva" stand sie nun schon zum 37. Mal auf der Bühne. In den Weihnachtsmärchen spielte A. L. meist autoritäre oder repräsentative Rollen, in plattdeutschen Stücken am liebsten komische oder "Deenstdeerns". Man erinnere sich an die Aufführungen "Mine Tante, Tine Tante", "Rund um Kap Hoorn" oder "Mien Mann de fohrt to See". Schon bei mehreren Theaterstücken hatte Annelie die Spielleitung in der Hand und führte die Crew mit Einfühlungsvermögen, jedoch nicht ohne Grundsätze. Das ist auch ihre Devise als 1. Vorsitzende der VBR. Seit 4 Jahren agiert A. L. als "Mutter vom Verein" und ist vorbildlich in ihre Rolle hineingeschlüpft.
G. und G. Heinrich sind nicht mehr die Jüngsten. Und seit sie im Ruhestand leben, sind Bergels viel auf Reisen. Doch zu den Aufführungen trifft man sich, und nach Möglichkeit auch an den vereinsinternen Veranstaltungen. Allen fünfen sei Dank für ihre Treue zum Theater und HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

(Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

Annelie Lettermann

 

Annelie Lettermann - Petra Revello

 

Dirk Steffens - Petra Revello - Annelie Lettermann - Günter Schramme

 

 

Annelie Lettermann - Günter Schramme

 

Petra Revello - Annelie Lettermann - Günter Schramme - Thorsten Junge -

Inge Thurmann

 

Annelie Lettermann

 

Günter Schramme - Dirk Steffens

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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