Wir über uns

 

Wir spielten zu Weihnachten 1987:

"Zwerg Nase"

 

Ein Märchenspiel in vier Bildern

von Robert Bürkner

Regie: Herta Mutschink

 

 

Aufführungen

Sonnabend, 5. Dezember 1987

Sonnabend, 5. Dezember 1987

Sonntag, 6. Dezember 1987

Sonntag, 6. Dezember 1987

 

Personen und Darsteller

Flickschuster:

Thorsten Junge

Seine Frau:

Regina Wieck

Der Sohn Jakob:

Søren Steffens,

 

Michael Thurmann

Der Nachbar Barbier:

Markus Krohn,

 

Buzz Kuhlmann

Die böse Fee Kräuterweis:

Sybille Lettermann

Der Koch:

Kai Lorenzen

Der Küchenjunge:

Jens Behn

Die Magd:

Sabine Bennecke

Der süße Küchengehilfe:

Sarah Lee Tuck

Der saure Küchengehilfe:

Stina Fischer

Der salzige Küchengehilfe:

Elene Schnell

Die schöne, weiße Gans Mimi:    

Juliane Mroz

Prinzessin Mimi:

Anna Fischer

Menschen und Tiere:

Tim Hannig,

 

Christien Hinkelmann,

 

Judith Hoppe,

 

Stefanie Hoppe,

 

Isabell Sassmannhausen,

 

Sophie-Charlott Sassmannhausen,

 

Nicki Prehm

Fahrender Gesell:

Sabine Mutschink

 

Hinter den Kulissen

Regie:

Herta Mutschink

Regieassistenz:

Thorsten Junge

Inspizienz:

Ute Junge,

 

Karin Lorenzen

Souffleuse:

Julia Scheibe

Maske und Frisuren:

Ulla Rust,

 

Sybille Lettermann

Beleuchtung:

Karl-August Braker,

 

Hanns Wieck

Bühnenbau:

Ellinor Rother,

 

Jürgen Schönlein,

 

Hans Klameth

 

Handlung

Der Schustersohn Jakob hilft seiner Mutter auf dem Markt, ihr Gemüse zu verkaufen. Nachdem der Koch des Herzogs mit seinem Gefolge bei ihnen eingekauft hat, kommt plötzlich die böse Fee Kräuterweis. Jakob ärgert die Fee, weil sie so hässlich ist. Darum lockt sie Jakob mit nach Hause und behält ihn sieben Jahre lang bei sich...

 

Presse

Tage vor der Premiere war der Hauptdarsteller verunfallt und konnte nur noch in dem Akt auftreten, in dem er sitzen durfte. Zwei andere Nasen mit Perücken und gleicher Größe sprangen kurzfristig ein. In Rissen spielten weitgehend die kleinen Bühnenspatzen und Jugendliche. Mag sein, daß auch die Textvorlage wenig bot, denn irgendetwas fehlte mir. Im Zuschauerraum wurde viel geredet, es wurde wuselig, man verstand nicht viel in der letzten Reihe. Die Spieler guckten sich stets an, wenn sie miteinander sprachen. Das Bühnenbild war eng, ausgenommen die Riesenküche am Schluß. Dort waren dann endlich Gänge möglich, und zwischen den Spielern wurde es groß. Bis auf eine penetrante Heulsuse und den vergeßlichen Jungkoch gab es keine Akzente. Wahrscheinlich ist die Spielkraft der jungen Spatzen diesem Raum noch nicht gewachsen gewesen. Nur der (die) fahrende Gesell gestaltete seine Rolle vor dem Vorhang voller Energie und überlegen. Diese Figur hatte den Raum sofort im Griff. Mit dem Weihnachtsmann am Schluß wurde noch "Laßt uns froh und munter sein" gesungen.

(Verbandskritik)

 

Aus dem Nähkästchen...

Was nützt die beste Organisation, wenn ein Mitspieler plötzlich erkrankt? Selten war dies der Fall, doch einmal passierte es gar am Tag vor der Premiere, als sich beim letzten Weihnachtsmärchen der Hauptdarsteller Zwerg Nase den großen Zeh mit einem Tisch zerquetschte. Flugs wurde eine zweigeteilte Aufführung einstudiert: Der Lädierte spielte als unverwunschener Zwerg Nase in sitzender Pose den ersten Part, während ein mutiges Mitglied kurzentschlossen die Rolle nach der Verwandlung übernahm. Und alles ging bestens über die Bühne...

 

...und noch etwas für die Großen
Die Wandlung: oder vom jugendlichen Liebhaber zum Weihnachtsmann. Nun stellt Euch das mal vor:
Da kommt man zu einer ganz normalen Versammlung der Volksspielbühne Rissen und freut sich auf sein Gyros, sein Bier und den Ouzo. Und dann dieses: Unser Gustav Felst, seines Zeichens erster und bisher einziger Weihnachtsmann, will sein Amt aus Altersgründen abgeben. Ich frage mich, wie alt muß ein Weihnachtsmann denn sein?
60, 70, 80... oder? Gustav war viel jünger. Ich meine je oller desto doller... äh, besser! Helga, Weihnachtsmannfrau in spe, saß neben mir, als Gustav zu mir sagte: „Du, Jürgen, das ist doch was für Dich. Du hast doch selbst zwei Kinder. Und für den jugendlichen Liebhaber bist Du viel zu alt. Aber Weihnachtsmann kannst Du bestimmt. Darfst bloß nicht zu viel trinken." Naja, das war wohl schon passiert, und dann habe ich "Ja" gesagt zu diesem verantwortungsvollen Posten. Alle haben gejubelt. Aber seit dem Tag weiß ich, daß der Weihnachtsmannberuf „Stress" ist. Ich fang einmal von der schönsten Seite an, und das ist das Theaterspielen mit den Privilegien eines Weihnachtsmannes. Punkt 1: Als Weihnachtsmann muß man immer erst gefragt werden, ob man es überhaupt macht. Natürlich jedes Jahr wieder. Punkt 2: Man weiß nie genau, ob es nun einen Text gibt oder nicht. Punkt 3: Es wird alles so sein wie immer: der Weihnachtsmann bekommt den härtesten und kratzigsten Bart aus dem Fundus.
Aber letztlich ist es egal, ob Punkt 1-3 stimmen oder nicht, ich mache den Weihnachtsmann. Denn was mir die kleinen Kinderaugen als Weihnachtsmann so sagen, das kann ich mit Worten gar nicht beschreiben. Das fängt schon bei den Engeln an, wenn sie so niedlich und friedlich neben mir hergehen. Und dann braucht ma ja auch nicht viel zu machen. Beim Singen des Weihnachtsliedes ein bißchen den Unterkiefer bewegen (merkt keiner und geht auch wegen des Bartes nicht anders) und dann die klebrigen Bonbons im Foyer verteilen. Und dann sind doch tatsächlich Kinder dabei, die ihre Eltern fragen: „Ist das nicht unser Biermann?".

 

Szenen-Fotos

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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