Wir über uns

 

Wir spielten zu Weihnachten 1994:

"Pippi Langstrumpf"

 

Nach dem Buch

von Astrid Lindgren

Regie: Silke Lorenzen

 

 

Aufführungen

Freitag, 2. Dezember 1994

Sonnabend, 3. Dezember 1994

Sonnabend, 3. Dezember 1994

Sonntag, 4. Dezember 1994

Sonntag, 4. Dezember 1994

 

Personen und Darsteller

Pippi Langstrumpf:

Judith Hoppe

Thomas Settergren:

Hendrik Thörner

Annika Settergren:

Hannah Stoll

Frau Settergren:

Sybille Lettermann

Frl. Prysselius:

Anna Richter

Polizisten:

Sonja Lenecke,

 

Lina Stoll

Donner-Karlson:

Sonja Lenecke

Blom:

Lina Stoll

Starker Adolf:

Herta Mutschink

Manager:

Christian Dennert

Lehrerin:

Sybille Lettermann

Frau Gamber:

Lina Stoll

Frau Berggren:

Christine Körner

Frau Alexanderson:

Sonja Lenecke

Schulkinder:

Lina Stoll,

 

Christian Dennert,

 

Sonja Lenecke,

 

Johannes Cwiertnia

Kapitän Langstrumpf:

Hanns Wieck

Matrose Fridolf:

Heiner Tewes

Matrosen:

Sonja Lenecke,

 

Sybille Lettermann,

 

Lina Stoll

Und Herr Nielsson und das Pferd

 

Hinter den Kulissen

Regie:

Silke Lorenzen

Regieassistenz:

Herta Mutschink

Inspizienz:

Karin Lorenzen,

 

Christel Tewes

Souffleuse:

Helga Mahrenholz

Maske und Frisuren:

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen

Kostüme:

Elke Lustig

Beleuchtung:

Karl-August Braker,

 

Hanns Wieck

Requisite:

Hans-Jürgen Lustig

Bühnenbau:

Ellinor Rother,

 

Jürgen Schönlein,

 

Rolf Gunia,

 

Hans Klameth

 

Handlung

Wer will nicht tun, was ihm gefällt? Pippi kann und darf das, und das macht sie zu einer der beliebtesten Freundinnen der Jugendliteratur. Ganz egal, ob Junge oder Mädchen, alle finden sie super, und auch die Erwachsenen lachen über Pippis Art, die Dinge des Lebens zu betrachten. Dies drückte auch der alternative Nobelpreis für die schwedische Autorin Astrid Lindgren aus. Ihre Bücher sind etwas ganz besonderes. Sie sind so ganz anders als unsere Wirklichkeit, und sie stillen die Sehnsüchte nach einer heilen, erlebnisvollen Welt. Gerade in der heutigen Zeit sind diese Unwirklichkeiten für unsere Kinder von großer Bedeutung.

 

Presse

"Pippi Langstrumpf"
Um es vorweg zu nehmen: Ich bin weder Kritiker noch Schreiberling! Trotzdem möchte ich diesen Rahmen nutzen, um meine Begeisterung kundzutun.
Mein erstes Lob gilt dem Bühnenbau. ELLINOR ROTHER und ihre "Mannen" bauten eine entzückende Villa Kunterbunt — echt schwedisch!
Auf der Veranda dieses Häuschens stand doch tatsächlich ein Pferd!!? Dieses sagenhaft echte Tier war der Kostümmeisterin ELKE LUSTIG zu verdanken. Toll!
Die 13jährige Hauptdarstellerin JUDITH HOPPE brachte eine wirklich glanzvolle Leistung auf die Bühne. Wir erlebten eine quicklebendige Pippi Langstrumpf mit perfekter Mimik und Gestik. Ich hatte zeitweise das Gefühl, eine echte Film-Pippi vor mir zu haben. Großartig!
Besonders gut gefiel mir auch ANNA RICHTER als Frau Prysselius. Wer Anna schon öfter auf der Bühne gesehen hat, wird zugeben, daß sie eine wirklich wandelbare Schauspielerin ist. Sie ist in der Lage, die unterschiedlichsten Typen darzustellen.
Erwähnenswert finde ich auch, daß die fast 70jährige HERTA MUTSCHINK als "starker Adolf" im Kampf mit Pippi genauso elegant zu Boden fällt wie die Lausbuben oder Kapitän Langstrumpf. Applaus für die kleinste Nebenrolle!
Die meisten Rollen wurden von den BÜHNENSPATZEN - der Kindergruppe der VB Rissen gespielt. Fast alle Kinder und Jugendlichen hatten Doppel- oder sogar Mehrfachrollen. Das ständige Verwandeln z.B. vom Polizisten in eine "feine Dame" und dann wieder in ein Schulkind gelang sehr gut. Meines Erachtens gehört sehr viel dazu, sich auf verschiedene Rollen einzustellen. Tolle Leistungen der Doppel-Spieler! Für mich waren die Aufführungen rundum wirklich eine super Leistung aller Beteiligten auf und hinter der Bühne.

(Verbandskritik)

 

Die bunte Welt der Elke Lustig - Plauderei in einem Wedeler Kostümverleih
Es ist wieder soweit! Faschingszeit! Eine herrliche Gelegenheit, die monotonen Alltagskleider abzustreifen und in ein aufregendes Kostüm zu schlüpfen! Manche lieben's leicht bekleidet und amüsieren sich als Beachboy oder Bunny-Häschen. Andere mögen es verhüllter und versuchen, als Scheich oder Gespenst einen Faschingsflirt zu finden. Derlei Verkleidungen sind meist in der heimischen Kostümtruhe leicht greifbar. Was aber ist zu tun, wenn man als Dinosaurier oder Außerirdischer imponieren möchte? Ganz einfach: Man wende sich an Elke Lustig aus der Lindenstraße! Diese Dame aus Wedel verfügt über ein enormes Repertoire klassischer und ausgefallener Kostüme. Selbstgefertigte, versteht sich. Denn Elke Lustig ist gelernte Kostümbildnerin und Gewandmeisterin, die auch als Mitarbeiterin für Film- und Fernsehproduktionen viel unterwegs ist. Bei einem Besuch erfuhr die Rissener Rundschau Näheres aus ihrem interessanten Leben.
Lindenstraße 68 in Wedel: Hier wohnt Elke Lustig (57), die unauffällige Menschen in die interessantesten Geschöpfe verwandelt. 29 Jahre ist es jetzt her, daß sie sich einen Gewerbeschein besorgte und einen Maskeraden- und Kostümverleih eröffnete. Das Geschäft beginnt für die Kostümbildnerin und Gewandmeisterin alljährlich schon im Dezember, wenn Väter und Studenten an ihrer Wohnungstür klingeln, die sich als Weihnachtsmänner betätigen möchten. 25 Kostüme wurden 1994 verliehen. Zum Jahreswechsel kommen dann die ersten Kunden, um sich etwas Fesches für die Silvesternacht auszusuchen. Von nun an geht's immer turbulenter im Wedeler Kostümverleih zu, so daß Elke Lustig bis zum Rosenmontag oftmals erst in den Abendstunden Zeit dazu findet, neue Faschingsmodelle in ihrer Werkstatt zu kreieren. Die Stunden vor der offiziellen Öffnungszeit um 14 Uhr nutzt sie zum Ändern, Waschen und Bügeln.
Kinderkostüme, die viel verlangt werden, sind für einen Preis ab 15 Mark bei ihr zu haben, Erwachsene zahlen 20 bis 50 Mark. "Es ist zu süß", erzählt die Mutter von vier erwachsenen Kindern, "fast alle kleinen Mädchen wollen zunächst einmal ein Prinzessinnenkleid mit Krönchen ausprobieren. Teilweise kommen sie mit ihren Großmüttern hierher, die ich schon als junge Frauen für Faschingsfeste angezogen habe." Als Elke Lustig noch gern als Prinzessin zum Fasching ging, lebte sie in einem kleinen Dorf in der Nähe der polnischen Stadt Schneidemühl, die damals noch zu Deutschland gehörte. 1945 verschlug es die Familie über Schleswig-Holstein nach Hamburg, wo die Eltern eine Gärtnerei in Poppenbüttel betrieben. Nachdem man einige Jahre später nach Wedel umgezogen war, wurde es für Tochter Elke allmählich Zeit, sich Gedanken über die berufliche Zukunft zu machen. Nach gründlicher Überlegung entschloß sie sich zu einer Lehre in der heute nicht mehr bestehenden Hamburger Theaterschneiderei Burmeister, die auch für Film- und Fernsehproduktionen arbeitete, und zu einem anschließenden Studium an der Meisterschule für Mode an der Armgartstraße. "Meine erste große Herausforderung während der Lehrzeit war die Mitarbeit bei der Ausstattung für eine Eisrevue, die in Amsterdam abgebrannt war. Wir mußten rund um die Uhr arbeiten, um die Kostüme so schnell wie möglich wieder herzustellen", erinnert sie sich. Viele Begegnungen mit bekannten Schauspielern hatte sie während dieser Jahre: Sie lernte die Starallüren von Lilly Palmer kennen, begeisterte sfch für Grete Weiser und bewunderte Marika Rökk, mit der sie die letzten drei großen Revuefilme drehte. Den Eindruck von ihrem Schwärm O.W. Fischer, der mit Hildegard Knef in dem Streifen "Eine preußische Liebesgeschichte" vor der Kamera stand, empfand sie eher ernüchternd: "Ich fand ihn immer so toll, aber als wir ihm ein Korsett nähen mußten, damit sein Bäuchlein in die preußische Uniform paßte, schrumpfte meine Verehrung für ihn." "Außerdem", erzählt sie rückblickend, "wurde ihm immer ein Höckerchen untergeschoben, damit er die Größe der Knef erreichte." Das waren erlebnisreiche Zeiten, doch als frischgebackene Kostümbildnerin und Gewandmeisterin verspürte die Absolventin der Meisterschule für Mode zunächst einmal Lust aufs Heiraten und Kinderkriegen.
Die folgenden Jahre wurden der Familie gewidmet, bis sich eines Tages bei der in Wedel ansässigen Firma Markenfilm eine günstige Gelegenheit bot, neben dem mittlerweile eröffneten Kostümverleih auch noch anderweitig beruflich tätig zu werden. Elke Lustig wurde freie Mitarbeiterin, und ihre Kinder hatten fortan ihren Spaß daran, hin und wieder in Werbefilmen der Firma mitzuspielen.
Durch Zufall ergab sich dann nach langer Unterbrechung auch wieder einmal die Mitarbeit in einem großen Spielfilm. Töchterchen Susanne hatte eine kleine Rolle in dem Film "Tadelöser und Wolf" angenommen. Ihre Mutter, die sie zu den Dreharbeiten begleitete, langweilte sich ein wenig und bot daher der überlasteten Kostümbildnerin ihre Hilfe an. Diese war derart begeistert von der Unterstützung, daß Elke Lustig am nächsten Tag einen Vertrag für den Rest des Films in der Tasche hatte. "Ja, so fing es eigentlich wieder an mit der Film- und Fernseharbeit", erinnert sich die Wedelerin, "ich habe aber immer darauf geachtet, möglichst nicht in den Ferien zu arbeiten, um bei meinen Kindern sein zu können." Einer ihrer Söhne zeigte sich von jeher beeindruckt von dem Beruf der Mutter. Schon als Kind blätterte Jochen Lustig begeistert in den Kostümkundebüchern in der mütterlichen Werkstatt, und als junger Mann entschied er sich für eine Ausbildung zum Gewandmeister. In etlichen Film- und Fernsehproduktionen arbeiteten Mutter und Sohn fortan zusammen, bis der junge Gewandmeister zur Bundeswehr kam, wo ihm einige Kameraden diesen Beruf ausredeten. "Daraufhin studierte mein Jochen erstmal Elektrotechnik und war dann mehrere Jahre in einer Firma tätig", berichtet Elke Lustig und fügt hinzu: "Als die Firma in die ehemalige DDR umsiedelte, wollte er aber nicht mit, und ich konnte ihn überreden, mal wieder einen Film mit mir zu machen." Seither ist Jochen Lustig wieder freiberuflicher Gewandmeister, der zur Zeit bei einer mehrteiligen RTL-Produktion mitarbeitet. Mit seiner Mutter beendete er kürzlich den Pilotfilm für eine Fernseh-Krimi-Serie und arbeitete mit ihr unlängst in der amerikanischen Filmproduktion "In Hitlers Schatten" zusammen. "Dieser Film, der von Skinheads handelt, wurde größtenteils in England gedreht. 14 Tage kam das Team zu Dreharbeiten, die geheimgehalten werden mußten, nach Hamburg. Die amerikanische Produzentin schien ein etwas verkehrtes Bild von Deutschland zu haben, denn sie lief ständig mit einem Bodyguard herum."
Langwierige Filmarbeiten im Ausland, die nicht die Möglichkeit boten, zwischendurch mal nach Hause zu kommen, habe sie in all' den Jahren stets abgelehnt. "So schön es sich auch anhört, aber ich hätte keine Lust, mit dem 'Traumschiff' drei Monate in Ostasien rum-zuschippern", sagt sie, "dazu ist mir meine Familie zu wichtig." Etliche Male sei sie zu Dreharbeiten in Frankreich gewesen und auch einmal in der damaligen Tschechoslowakei, wo sie in Prag wunderschönen Modeschmuck für ihre Rokokokostüme entdeckte. Meist habe sie in den vergangenen Jahren als Assistentin von Kostümbildnerinnen gearbeitet. "Als Assistentin bin ich flexibler, kann auch mal einen Film ablehnen. Eine Kostümbildnerin hingegen muß sich immer ziemlich anstrengen, um an einen Film heranzukommen." Daß die Verwirklichung eigener Ideen dadurch bisweilen etwas eingeschränkt ist, stört sie nicht. Schließlich könne sie ja in ihrem Kostümverleih ihre Phantasie grenzenlos entfalten. Zudem arbeite sie auch noch freiberuflich für diverse Theater wie beispielsweise das Pinneberger Theater und die Rissener Volksspielbühne. "Seit ein paar Jahren statte ich sämtliche Stücke an der Rissener Volksspielbühne aus, auch das Weihnachtsmärchen Pippi Langstrumpf hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht." Im übrigen, erwähnt sie weiterhin, beschränke sich das Nähen bei den modernen Film- und Fernsehproduktionen meist auf Änderungen, da fast alles fertig gekauft werde. Bis Anfang März wird Elke Lustig vollauf mit ihrem Kostümverleih beschäftigt sein. Klassiker wie Haremsdamen oder Piraten sind immer vorrätig, neue Kreationen kommen hinzu. Hierbei orientiert sie sich auch an Kino- und Fernsehfilmen. "In diesem Jahr werden mit Sicherheit Scarlett-und Musketierkostüme verlangt", sagt sie.
Manchmal seien die Anproben das reinste Geduldsspiel. "Gerade Leute mit Problemfiguren wollen oftmals als Elfe gehen, und es ist gar nicht so einfach, ihnen behutsam davon abzuraten." Und immer wieder gebe es Kunden, die beim Anprobieren kein Ende finden könnten. "Mitunter habe ich das Gefühl, daß die als Kind nie Verkleiden spielen durften und das dann bei mir nachholen wollen", schmunzelt die Kostümbildnerin. Ehemann Hans-Jürgen schaut kurz zur Tür herein. Mit ihm fährt sie im Urlaub gern nach Dänemark. Auch Theaterbesuche lieben die beiden. Unlängst sahen sie ein hübsches Stück im Theater im Zimmer, zu dem sie Theaterchefin Gerda Gmelin persönlich eingeladen hatte. Und im Ohnsorg-Theater ließ sich die Kostümbildnerin für das Frühjahrsstück der Rissener Volksspielbühne inspirieren. Anfang März werden die Vorbereitungen für die Aufführung in der Schule Iserbarg beginnen. Auch der Film- und Fernseharbeit wird sich Elke Lustig dann allmählich wieder widmen.

(G. Sorge, Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

Judith Hoppe

 

 

Judith Hoppe

 

 

 

 

 

Judith Hoppe - Sybille Lettermann

 

Hendrik Thörner - Anna Richter - Judith Hoppe

 

 

Judith Hoppe - Hanns Wieck

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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