Wir über uns

 

In't Fröhjohr 2003 hebbt wi speelt:

"Oma warrt verköfft"

 

Schwank in dree Törns

vun Franz Streicher

Plattdüütsch vun Dieter Jorschik

Speelbaas: Annelie Lettermann

 

 

Opföhrensdaag

Freedag, 04. Aprilmaand 2003

Sünnavend, 05. Aprilmaand 2003

Sünnavend, 05. Aprilmaand 2003

Sünndag, 06. Aprilmaand 2003

Maandag, 07. Aprilmaand 2003

Dingsdag, 08. Aprilmaand 2003

 

Rullen un jüm ehr Spelers

Hannes Kulenkamp, Buer:

Heiner Heintzsch

Schorsch Kulenkamp, sien Söhn:

Hanns Wieck

Oma:

Hilma Wieck

Katrin, Deenstdeern:

Karin Heintzsch

Peter Fiesebarg, Vehhändler:

Henning Lutz

Henni Fiesebarg, sien Fru:

Monika Stellmach

Eva Fiesebarg, ehr Dochter:

Anna Richter

August, de ole Knecht:

Egbert Wieck

 

Achter de Kulissen

Speelbaas:

Annelie Lettermann

Ehr Hülp:

Inge Schwenn

Toseggersch:

Gerda Henriette Arendt

Lüüd an de Siet:

Elke Novitski,

 

Rolf Gunia

Prüük un Visaasch:   

Silke Lorenzen,

 

Karin Lorenzen,

 

Marion Fritsch

Kledaasch:

Annelie Lettermann

Lüchtmokers:

Karl-August Braker,

 

Simon Braker,

 

Christian Steuer

Bühnbild:

Herbert Lettermann

Bühnenbau:

VBR-Crew

 

Lütt beten wat to dat Stück

Auf dem Hof von Bauer Hannes Kulenkamp wohnen neben seiner eigenen Person sein Sohn Schorsch, die Magd Katrin und seine Oma. Die resolute Dame strapaziert die Nerven ihrer Familie bis auf's Äußerste, bis Katrin schließlich sogar den Hof verlässt. Der Besitzer des Nachbarhofs, Peter Fiesebarg dagegen ist angetan von der alten Dame. Solch eine Oma hätte er wohl auch gern. Da Enkelsohn Hannes finanziell bös in der Bredouille ist, ist Oma einverstanden, an Fiesebarg verkauft zu werden. Aber warum will Fiesebarg Oma wirklich kaufen? Als sie sich bei dem Nachbarn einlebt, stößt sie auf allerhand. Als Hannes Gewissensbisse bekommt und seine Oma zurück haben will, nehmen die Verwicklungen kein Ende...

 

De Autor

Franz Streicher ist das Pseudonym des österreichischen Autors Anton Hamik, der 1887 in Wien geboren wurde. Er war zunächst an den Städtischen Bühnen in Graz als Schauspieler und Regisseur tätig. Später wechselte er zum Österreichischen Rundfunk und leitete u.a. die Hörspielabteilung im Landesstudio Graz. Er schrieb in dieser Zeit eine Reihe von Hörspielen, aber auch volkstümliche Bühnenstücke. Der Durchbruch gelang ihm 1925 in Graz mit seinem Bühnenstück "Der verkaufte Großvater". Binnen weniger Jahre wurde seine "bäuerliche Groteske" -  wie er sein Stück bezeichnete - von über 80 Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum gespielt. Die erste plattdeutsche Fassung von Richard Ohnsorg "Opa ward verköfft" wurde Anfang 1940 in Hamburg aufgeführt. Kurz darauf (1943) starb Anton Hamik in Graz. 1971 spielte die Volksspielbühne Rissen diesen Bühnenklassiker in der plattdeutschen Fassung. Vor fast 20 Jahren verkörperte in der Neufassung des Stückes von Ulf-Thomas Lesle erstmals eine ältere Dame die Titelfigur. Obwohl die groben Züge der ursprünglich männlichen Titelfigur geglättet und die Pointen neu gewichtet wurden, behielt auch "Oma ward verköfft" den alten Reiz der Urfassung des Stückes bei und hat sogar einen eigenen Charme hinzugewonnen. Vom aktuellen Ensemble spielten Hilma und Egbert Wieck bereits in der Inszenierung vor 32 Jahren mit: Egbert verkörperte den Bauern Hannes Kulenkamp und Hilma die Frau des Viehhändlers, Henni Fiesebarg.

 

Presse

Volksspielbühne Rissen - Von Altona bis Uetersen
Der gute Ruf der Volksspielbühne Rissen ist seit Jahrzehnten aufgrund hoher Professionalität begründet. Ein Erfolgsgarant also. Und dennoch kam der Zeitpunkt, dass aufgrund sinkender Zuschauerzahlen kritische Fragen gestellt werden mussten. Das war 1998. Es spricht für die Mitglieder der Volksspielbühne Rissen, dass sie auch diesen Problemkreis professionell anging. Sie zogen einen hochqualifizierten Mann zu Rate, dessen berufliche Karriere im Sparmarkt in Rissen begann. Dort sortierte er als Schüler Abfälle und Verpackungen und verdiente sich sein erstes Geld. Heute ist Carsten Heintzsch bei einer der weltweit größten Werbeagenturen, Saatchi & Saatchi in Frankfurt, sogenannter „Chief Creative Officer". Seine Verbindung zur Volksspielbühne Rissen? Sein Vater Heiner Heintzsch gehört zum Urgestein der Volksspielbühne, und Filius Carsten war folglich häufig bei den Proben der Schauspieler dabei. Die Volksspielbühne Rissen ist einer der wenigen deutschen Bühnenvereine, der immer schwarze Zahlen schrieb und heute noch schreibt. Das wurde aber nicht etwa dadurch erreicht, dass man hohe Eintrittsgelder verlangt, sondern die Preise sind moderat geblieben. Das gilt auch für die geringen Mitgliedsbeiträge. Der finanzielle Erfolg beruhte und beruht auf den vier Säulen Eintrittsgelder, Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse von Sponsoren und Gewinne aus der vereinseigenen „Gastronomie", also der Sektbar, die sich nach den Vorstellungen äußerst lebhaften Zuspruchs erfreut. 1998 und 2002 wurden die Zuschauer befragt und die Ergebnisse jetzt im Februar miteinander verglichen. Außerdem wurden die Ergebnisse der ersten Umfrage 1998 sorgfältig analysiert und Konsequenzen gezogen. Die wichtigste Konsequenz war, dass die jüngeren und jungen Mitglieder verstärkt in den Spielbetrieb einbezogen wurden mit dem erfreulichen Ergebnis, dass inzwischen der Anteil der jungen Zuschauer auffallend stark gestiegen ist. Gleichzeitig hat die 'Verjüngung' bewirkt, dass die Volksspielbühne Rissen über einen zahlreichen und sehr aktiven Nachwuchs verfügt. Damit wird sichergestellt, dass immer wieder neue Gesichter auf der Bühne auftauchen und es einen harmonischen Übergang bei den altersbedingten Veränderungen der Darsteller gibt. 'Bühnenspatzen' und 'Nesthocker' sind die beiden Gruppen der Nachwuchsdarsteller. Sie treten mit eigenen Bühnenstücken auf; die 'Nesthocker' üben gerade einen Krimi ein. Die größte Stärke der Volksspielbühne Rissen wird nicht sofort sichtbar. Sie besteht in einer großen Zahl von Mitgliedern, die in der Lage sind, Dramaturgie und Regie abzudecken, die ganze Bühnenmaschinerie und technik zu bedienen, den Fundus immer wieder zu ergänzen, wunderbare Bühnenbilder zu gestalten und für einen reibungslosen organisatorischen Ablauf zu sorgen. Im Vergleich der beiden Untersuchungen gibt es ein Ergebnis, das zunächst für Verblüffung beim Vorstand der Volksspielbühne Rissen gesorgt hat: Die Besucher aus Rissen sind inzwischen in der Minderheit. Es gibt sogar Rissener, die seit Jahren in Rissen wohnen und trotzdem bei der Befragung angaben, dass sie ganz lange Zeit nichts von der Existenz der Volksspielbühne Rissen gewusst haben. Eine regelmäßige Lektüre der RISSENER RUNDSCHAU hätte das verhindern können. Die meisten Besucher kommen aus den gesamten Eibvororten, Wedel und den Gemeinden in der Wedeler Marsch bis hin nach Uetersen.

Die zwar ehrenamtlich, aber dennoch professionell betriebene Volksspielbühne Rissen ist im Hamburger Westen zur bedeutendsten Bühne der niederdeutschen Sprache aufgestiegen. Nicht selten hört man Urteile wie: „Besser als das Ohnsorg-Theater!" Verbunden mit der regional gesteigerten Bedeutung der Volksspielbühne ist ein Anstieg der Zuschauerzahlen seit 1998. Bewirkt haben das in der überwiegenden Zahl der Fälle (fast 80%) die starke Mundpropaganda, die für die Volksspielbühne wirkt, und persönliche Beziehungen der Mitglieder. Plakatwerbung und die Berichte in der lokalen und regionalen Presse spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Fast 70% der Zuschauer besuchen seit mehr als sechs Jahren die Vorstellungen der Volksspielbühne: über 30% besuchen erst in den letzten Jahren die Vorstellungen - offensichtlich sind das jene Zuschauer, die die Volksspielbühne in den letzten Jahren durch ihre internen Veränderungen hinzugewonnen hat.
Die Volksspielbühne Rissen ist vom lokalen Matador zu einer Leitbühne mit regionaler Bedeutung herangewachsen. Zwei Drittel der Besucher kommen aus Blankenese, Rissen, Sülldorf und Wedel. Dieses Wachstum über die Grenzen von Rissen hinaus, verbunden mit der Entdeckung der steigenden Zahl junger Besucher, sind vielleicht die besten Botschaften aus den beiden Untersuchungen. Um die Zukunft der Volksspielbühne Rissen muss man sich keine Sorgen machen.

(Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

Karin Heintzsch - Heiner Heintzsch

 

Egbert Wieck - Hanns Wieck

 

Anna Richter - Hilma Wieck - Monika Stellmach

 

 

Monika Stellmach - Hilma Wieck - Henning Lutz

 

Hanns Wieck - Anna Richter

 

Henning Lutz

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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