Wir über uns

 

Im Sommer 2005 spielten wir:

"Der Dorfgeburtstag"

Rissen wird 750 Jahre

 

Die Geschichte Rissens in vier Episoden

von Inge Jacobshagen

nach Recherchen von Prof. H. Wudtke

Regie: Annelie Lettermann

 

 

Aufführungstage

Sonnabend, 30. April 2005

Mittwoch, 4. Mai 2005

 

Personen und ihre Darsteller

Durch das Stück führten:

Wiebke Junge,

 

Herbert Lettermann

Margareta Möller:

Herta Mutschink

Muhme Gisela:

Karin Selchow

Dragoner:

Jonny Karnatz

Magd Gesa:

Isabell Schumacher

Büttel:

Karl-August Braker

Richter:

Andreas Prieß

Hans Wientapper:

Christian Steuer

Dietrich Behrmann, Bauer:

Henning Lutz

Martin Behrmann, sein Sohn:

Christian Dennert

Philipp Suden, Lehrer:

Thorsten Junge

Marthe Suden, seine Frau:

Anna Hagen

Kinder:      

Dirk Ramcke:

Marco Alexander Dreyer

 

Anna Ladiges:

Nina Schulze

 

Henni Timmermann:

Lina Hinzpeter

 

Catharina Brunckhorst:    

Annika Ernst

 

Meta Fredeland:

Alexandra Friede

 

Agnes Eckhoff:

Ulrike von der Ohe

Henny Langeloh:

Karen Wieck

Jochim Nagel:

Henning Lutz

Wirt Wulf:

Rolf Gunia

Ein Fremder:

Jonny Karnatz

Theatergruppe:     

Prinzipal:

Christian Bauer

 

Helena:

Isabell Schumacher

 

Charlotte:

Samira Müller

Dörfler:

Erna Klameth,

 

Inge Schwenn,

 

Ute Junge,

 

Annelie Lettermann

Dorfkinder:

Svenja Fritsch,

 

Lina Hinzpeter,

 

Nina Schulze,

 

Alexandra Friede

Gemeindevorsteher Ladiges:

Karl-Heinz Wedde

Frau Ladiges:

Heidemarie Wedde

Lisbeth, ihre Enkelin:

Annika Ernst

Martin, ihr Enkel:

Marco Alexander Dreyer

Stucken, Kiesgrubenbesitzer:

Henning Lutz

Ankerstein, Landgendarm:

Thorsten Junge

Martin Röhling, ein "Roter":

Karl-August Braker

Leuchtturmenthusiast:

Christian Steuer

Junge Leute im Freibad:

Anna Wieck,

 

Isabell Schumacher,

 

Samira Müller,

 

Alina Friede,

 

Christian Bauer,

 

Jonny Karnatz

 

Hinter den Kulissen

Regie:

Annelie Lettermann

Regie-Assistenz:    

Ute Junge

Souffleuse:

Gesa Junge

Inspizienz:

Ute Junge

Licht + Ton:

Hanns Wieck

Musik:

Meike Rubach

Kostüme:

Elke Lustig

Maske und Frisuren:   

Silke Lorenzen,

 

Karen Wieck

Bühnbild:

Herbert Lettermann

Bühnenbau:

VBR-Crew

 

Handlung

Episode 1: 1590, Drostei Hatzburg - Gerichtstag:

Im Gerichtszimmer der Drostei Hatzburg steht die fast 100-jährige Margareta Möller vor Gericht. Bauer Dietrich Behrmann beschuldigt sie, seine Ernte verhext zu haben, und möchte jetzt Schadensersatz. Dies ist nicht der einzige Fall, den der Richter mit Hilfe seines noch vom gestrigen Abend etwas angeschlagenen Büttels verhandeln muss.

 

Episode 2: 1823, in der Schule am Schoolkamp:

Der Lehrer der Rissener Dorfschule, Philipp Suden, hat viel zu tun: Zum einen muss er das Schularchiv führen, das, wie er hofft, später einmal interessierten Leuten über seine Schule Auskunft geben wird. Seine Frau kann diese futuristischen Gedankengänge nicht nachvollziehen. Ihre größte Sorge gilt dem warmen Mittagessen, welches die beiden täglich am Wandeltisch einnehmen müssen, denn zu mehr reicht das spärliche Schulgeld nicht. Und zum anderen bereitet er sich mit sechs Bauernkindern auf die Prüfung durch den Schulvorsteher, den Kirchenprobst in Nienstedten, vor. Die Kinder besuchten damals nur im Winter die Schule.

 

Episode 3: 1876, Theater im Rissener Dorfkrug um den Grafen Clancarty:

Eine Wanderbühne bestehend aus drei Schauspielern bringt etwas Abwechslung in den Alltag der Rissener. Sie erzählen die Geschichte des Grafen Clancarty, der einst als Strandräuber den Rissener Strand Wittenbergen unsicher machte. Doch der Graf hat in seinem Leben noch viel mehr erlebt: er wurde mit 15 verheiratet, wurde in den Londoner Tower geworfen, entkam und wurde wieder gefangen genommen. Sein bewegtes Leben stellen die Schauspieler dar, und die Rissener können nur noch staunen, dass einst ein so verwegener Mann in ihrem kleinen, verschlafenen Dorf gelebt hat.

 

Episode 4: 1905, im Freibad Wittenbergen:

Die Rissener sind am Strand versammelt und erwarten ein großes Ereignis: Der Leuchtturm Wittenbergen soll heute um 9 Meter verschoben werden! Rund um den Gemeindevorsteher Ladiges, der sich nicht viel aus dem ganzen Spektakel macht, wird diese Geschichte erzählt. Der Kiesgrubenbesitzer Stucken möchte gern, dass der Nachtwächter ein paar Runden um seine Kiesgrube macht. Herr Röhling möchte ein Gewerkschaftshaus bauen, und der Landgendarm sorgt dafür, dass die Badegäste sich im dafür vorgesehenen Freibadgelände aufhalten. Und am Ende wird der Leuchtturm verschoben, oder etwa nicht?

 

Presse

In der Aula der Schule Iserbarg wird fleißig geprobt. Die Volksspielbühne Rissen bereitet sich gleich auf zwei Aufführungen vor. Da ist einmal das traditionelle Frühjahrsstück „Rund um Kap Hoorn" von Fritz Wempner. Sybille Lettermann scheucht ihre Mimen über die Bühne, überprüft die Entstehung des Bühnenbildes, ordert Requisiten und streicht im Manuskript herum - Theaterleben eben. Unten in der Aula am Iserbarg ist die Garderobe freigeräumt. Denn hier wird auch geprobt. Die Volksspielbühne Rissen weiß, was sie ihrem „Dorf" schuldig ist. Sie hat für die 750-Jahrfeier ein Stück in Auftrag gegeben. Das wird jetzt unten einstudiert. Kinder und Erwachsene spielen mit. Szenen von 1255 bis ins 20. Jahrhundert. Alles dreht sich um Rissen. Schon früh hatte Thorsten Junge, Vorsitzender des Volksspielbühnenvereins, das Datum der 750-Jahrfeier im Kopf. Und schon früh hatte er eine Idee. Die Bühne sollte ihren individuellen Beitrag zu den Festlichkeiten leisten. Ein Rissener Theaterstück musste her. Vielleicht sogar eins, das über die letzten 750 Jahre an diesem Flecken Erde erzählt. Wenn es denn etwas zu berichten gibt? Das ist gar nicht sicher. Doch Thorsten Junge spürte Professor Wudtke auf. Professor Wudtke arbeitet an der Universität Hamburg in der Lehrerausbildung, wohnt seit 1972 in Rissen und hat sich in die Heimatforschung über Rissen bereits tief hineingekniet. Vor langer Zeit war Prof. Wudtke Volksschullehrer, und in deren Tradition stellt er sich, wenn er über den Ort forscht, in dem er lebt und arbeitet. Denn Volksschullehrer führten früher die Chronik ihres Ortes, dokumentierten das Zeitgeschehen und untersuchten die Lokalgeschichte: Sie betrieben die Heimatforschung.
Obwohl Professor Wudtke nur wenig freie Zeit zur Verfügung hat, wird er fündig: im Stadtarchiv Wedel, im Nienstedtener Kirchenarchiv, im Hamburger Stadtarchiv. Bis nach Schleswig und London führt ihn sein Spürsinn. Er interviewt alte Rissener, die sich noch an frühere Zeiten erinnern, oder an Schilderungen und Anekdoten ihrer Großeltern. Schließlich entsteht ein dicker Ordner, voll an Rissener Geschichte und Geschichten. Man ist erstaunt, was dieser Ort alles erlebte. Thorsten Junge bringt Prof. Wudtke mit Inge Jacobshagen zusammen, einer Theaterdramaturgin, die schon einige Theaterstücke geschrieben hat. Der dicke Ordner wird gewälzt, aber vor allem wird geredet: über Hünengräber, die sich noch finden lassen, über die Rissener Stufe und den Venus-Skandal, als ein Hobbyarchäologe mit einem selbstbehauenen Fundstück die Fachwelt narrt. Über die Gerichtsverfahren in der Hatzburg, die teilweise dokumentiert sind. Wie viele Schillinge Strafe man für die Beleidigung „Hure" zahlen muss, für ein Schwein, das gestohlen, einen Hund, der erschlagen, oder einen „Bruch", der begangen - und aufgeklärt - wird. Die Geschichte des Grafen Clancarty ist besonders ergiebig - und romantisch und verwegen zugleich. Verbannt aus England, aber mit einer ihn aus dem Londoner Tower befreienden, liebenden Ehefrau an seiner Seite, lässt er sich in Wittenbergen nieder und bringt es als Strandräuber zu erheblichem Reichtum und Ansehen, was er beides freilich durch pralle und verschwenderische Lebensweise wieder verspielt. Auch das Schularchiv erzählt Rissener Geschichte. Es ist ein großer Folioband, den man in den 1960er Jahren in der alten Steinschule findet. Seit 1820 schreiben die Dorfschullehrer hier hinein. Wer wie lange zur Schule geht, welche Erlässe vom Dänischen König erteilt werden und welche Prüfungsthemen der Kirchenvogt aus Nienstedten verordnet. Das magere Gehalt des Lehrers ist ebenso dokumentiert wie die Sitte des Wandeltischs, die besagt, dass die Familie des wenig geachteten Lehrers reihum bei den Bauernfamilien ihr warmes Mittagessen bekommt. Spannend sind auch die Schilderungen vom Freibad Wittenbergen, das Anfang des letzten Jahrhunderts ein weitreichender Anziehungspunkt ist, ein immerwährender Jahrmarkt mit Restaurants, Tanzcafes, einer Seehundstation und der Verschiebung des unteren Leuchtturms um neun Meter! Inge Jacobshagen verwebt das ganze Material zu einem Stück. Heraus kommt „Der Dorfgeburtstag", der versucht, sich an die Fakten zu halten und trotzdem lebendige Szenen zu schildern, aufgelockert mit Liedern und Musikeinlagen. Nun wird also fleißig geprobt. Viele Volksspielbühnenmitglieder müssen koordiniert werden, denn der Personenhaushalt ist groß. Annelie Lettermann, die Regisseurin, hat alles gut im Griff. Auch die vielen Kostüme und das Bühnenbild nehmen konkrete Gestalt an. Trotz der Doppelbelastung schafft die Volksspielbühne Rissen ihre beiden ehrgeizigen Projekte. Der Zuschauer darf gespannt sein: auf den 1. April, wenn um 20.00 Uhr in der Aula Iserbarg der Vorhang für „Rund um Kap Hoorn" hochgeht. Und auf den 30. April, wenn an gleicher Stelle „Der Dorfgeburtstag" die Geschichte Rissens schildert.

(Rissener Rundschau)

 

Sie tun's nochmal
Der Vorstand der Volksspielbühne Rissen trägt dem häufig im Ort geäußerten Wunsch Rechnung: Das Theaterstück "Der Dorfgeburtstag" kommt wieder auf die Bühne. Allerdings erst nach der großen Sommerpause.

(Rissener Rundschau)

 

Szenen-Fotos

 

 

 

 

Herbert Lettermann - Wiebke Junge

 

Karl-August Braker - Christian Steuer - Christian Dennert

 

 

Herta Mutschink - Karin Selchow - Isabell Schumacher

 

Thorsten Junge - Ulrike von der Ohe - Annika Ernst - Marco Alexander Dreyer -

Alexandra Friede

 

Karen Wieck - Henning Lutz

 

Christain Bauer - Samira Müller - Inge Schwenn

 

Alina Friede - Samira Müller - Anna Wieck - Isabell Schumacher

 

Christian Bauer - Anna Wieck

 

Karl-Heinz Wedde - Thorsten Junge - Alina Friede - Samira Müller - Anna Wieck -

Isabell Schumacher

 

Henning Lutz - Karl-Heinz Wedde  - Christian Steuer

 

Andreas Prieß

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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